Kirchen rufen zum Nähen von Masken auf

Münster hält zusammen, Münster näht zusammen: Die katholische Kirche im Stadtdekanat Münster ruft dazu auf, einfache Mund-Nasen-Masken zu nähen und für die Mitmenschen in der Stadt zu spenden. Mit Blick auf die ab Montag, 27. April, geltende Maskenpflicht in Münster und in ganz Deutschland ermutigt Stadtdechant Jörg Hagemann zum Einsatz für Andere: „Mit der Aktion wird christliche Nächstenliebe gelebt“, betont er. In nahezu allen Kirchen im Stadtgebiet sind Sammelstellen eingerichtet worden, an denen die Masken abgegeben werden können.

Die katholische sowie die evangelische Kirche in Münster arbeiten mit der Stadt Münster zusammen, die ebenfalls an verschiedenen Orten Sammelstellen eingerichtet hat. Die Stadt sorgt dafür, dass die abgegebenen Masken an die Apothekerkammer geliefert werden, die die Verteilung koordiniert. Wo Masken dann kostenlos abgeholt werden können, kann unter der Hotline der Stadt Münster zum Thema Corona erfragt werden: Telefon 0251 4921077 (montags bis freitags 8 bis 18 Uhr, samstags 9 bis 16 Uhr) oder E-Mail an corona@stadt-muenster.de

Die katholische Kirche im Stadtdekanat Münster ruft dazu auf, einfache Mund-Nasen-Masken zu nähen und für die Mitmenschen in der Stadt zu spenden. (Foto: privat)

„Der erste Schritt ist aber, dass die Masken genäht werden müssen, bevor sie verteilt werden können“, betont Jörg Hagemann. Der Stadtdechant ist überzeugt, dass es den Menschen in der Stadt wichtig ist, etwas für ihre Mitmenschen zu tun. „Viele haben aktuell mehr Zeit zur Verfügung und suchen nach einer sinnvollen Beschäftigung“, weiß er aus Gesprächen. Mit der Nähaktion können sich die Münsteraner solidarisch mit denen zeigen, die nicht über Näh-Fertigkeiten oder das passende Equipment verfügen. „Das Ziel ist klar: Möglichst viele Menschen sollen vor einer möglicherweise lebensgefährlichen Infektion geschützt werden.“

Die Stoff-Masken, die ab Montag, 27. April, alle Bürgerinnen und Bürger beim Einkaufen sowie in Bus und Bahn tragen müssen, schützen den Träger zwar nicht, können aber Tröpfchen beim Sprechen und Husten einfangen und so die Verteilung der Coronaviren bremsen. Die Masken sollten täglich bei 60 Grad gewaschen werden. Sie dürfen möglichst nur an den Bändern berührt, entsprechend angelegt und abgenommen werden. Die Hygieneregeln sind weiterhin zu beachten wie beispielsweise regelmäßiges Händewaschen, Abstand halten, nicht ins Gesicht fassen.

Eine Liste der Sammelstellen und Informationen zu Nähanleitungen finden Sie hier.