Erreichbarkeit & Behelfsmasken

Informationen zur Erreichbarkeit der Seelsorgenden in den Kirchengemeinden finden Sie hier. Weitere seelsorgliche Gesprächs- und Beratungsmöglichkeiten haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Informationen zu Nähanleitungen für Behelfsmasken und zu den Sammelstellen haben wir hier für Sie gesammelt.

Ostern kommt! – Nach Hause!

Pakete für die Gestaltung der Kar- und Ostertage

Aufgrund der aktuellen Lage können wir als Pfarrei St. Liudger leider auch nicht die Kar- und Ostertage in der gewohnten Form miteinander feiern. Wir wollen aber trotzdem allen die Möglichkeit geben, diese zentralen Tage unseres Glaubens in einer passenden und angemessenen Art und Weise zu feiern. Das Seelsorgeteam bereitet daher derzeit verschiedene „Pakete“ vor, die mit geistlichen, kreativen und aktiven Anregungen dazu beitragen wollen, diese Tage zu gestalten. Wer die Kar- und Ostertage 1) klassisch-traditionell, 2) alternativ-modern, 3) mit Kindern in der Familie oder 4) mit Jugendlichen feiern will, kann sich bis zum 3. April unter der Adresse vanschelve@bistum-muenster.de oder unter der Telefonnummer 0251-276000512 melden und ein Paket bestellen – bitte nicht vergessen, dabei die Art des Paketes und den Kirchort unserer Pfarrei St. Liudger anzugeben! Ab Mittwoch, 8. April, stehen die Pakete dann in unseren Kirchen zur Abholung bereit.

Schutzpatronin gegen Seuchen steht jetzt im St.-Paulus-Dom

Dass die Figur einmal so bedeutsam werden würde, hätte Dompropst Kurt Schulte nicht gedacht. Zumal er lange gar nicht wusste, um welche Darstellung es sich handelte. Aus eher traurigem Anlass hat er ihr vor wenigen Tagen einen besonderen Platz im Altarraum des St.-Paulus-Doms in Münster eingeräumt: die heilige Corona. Die Heilige ist zwar nicht Namensgeberin des gefährlichen Virus, das derzeit die Welt in Atem hält, wohl aber Schutzpatronin gegen Seuchen.

Seit acht Jahren ist die Figur im Besitz des Dompropstes. Ursprünglich gehörte sie Familie Hellraeth aus Rees. Hermann Hellraeth war Kunstsammler, seine Frau Clara engagierte sich sozialpolitisch, baute unter anderem den Katholischen Fürsorgeverein (KFV), heute Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), im Bistum Münster auf und war als Vorsitzende 1916 Mitgründerin des Caritasverbandes für die Diözese. „Die Figur ist innerhalb der Familie vererbt worden und schließlich, als ein Umzug anstand und die neue Wohnung keinen Platz mehr für die Figur bot, mir übergeben worden“, berichtet Schulte.

Doch für Familie Hellraeth stellte die Figur nicht etwa die heilige Corona dar, sondern die heilige Elisabeth. „Sie hat etwas in der Hand, das einem Brotstück gleicht“, erklärt Schulte. Elisabeth von Thüringen wird oft mit Brot dargestellt, verwandelte sich doch, als sie Armen Brot bringen wollte, dieses in Rosen. Unsicher, ob die Annahme von der heiligen Elisabeth richtig ist, bat Schulte Domkustos Dr. Udo Grote, sich die Figur anzuschauen, der schließlich herausfand, um wen es sich wirklich handelt. „Es ist kein Brotstück, sondern eine Geldmünze“, sagt der Dompropst – ein Verweis darauf, dass die heilige Corona auch bei finanziellen Problemen angerufen werden kann.

Laut Legende soll Corona, Frau des Märtyrers Victor, nur etwa 16 Jahre alt gewesen sein, als sie vor rund 1800 Jahren den frühchristlichen Märtyrertod starb. Corona soll an zwei niedergebeugten Palmen gebunden und dann zerrissen worden sein, als diese sich wieder aufrichteten. Sie gilt unter anderem als Schutzheilige der Schatzsucher und steht für Standhaftigkeit im Glauben. Vor allem in Bayern und Österreich wird die Heilige, die andernorts auch Stephana heißt, verehrt. 

Als das Corona-Virus immer bekannter wurde, erinnerte sich Dompropst Schulte an die Heiligenfigur in seiner Wohnung. „Ich war überrascht, dass die heilige Corona auch bei Seuchengefahr angerufen werden kann“, sagt er. In Krisen wie der aktuellen komme ihr eine besonderes Rolle als Fürsprecherin zu, ist der Dompropst überzeugt und nahm dies zum Anlass, die Figur im Dom aufzustellen: „Als Heilige können wir sie anrufen und Fürsprache halten, auf dass bei all den Herausforderungen so wenig Menschen wie möglich zu Schaden kommen und wir gut mit dieser Situation umgehen.“

Klinikbücherei entwickelt Onleihe für isolierte Patienten

Lesestoff für Zeiten der Isolation: Viele begeben sich derzeit auf die Suche nach guten Büchern, Hörspielen und Zeitschriften, weil sie sich durch die Corona-Krise in einer Form der Isolation befinden. Abgeschottet von der Außenwelt: Das kennen aber auch schwer erkrankte Menschen im Universitätsklinikum Münster (UKM) – unabhängig vom Coronavirus. Dazu zählen beispielsweise Patientinnen und Patienten, die eine Knochenmarkspende erhalten haben, weil sie an Leukämie erkrankt sind oder an anderen Krankheiten leiden. Sechs Wochen müssen sie nach der Operation isoliert im Knochenmarktransplantationszentrum (KMT) verbringen. Für diese und andere Patienten hat die Klinikbücherei im UKM als Teil der katholischen Klinikseelsorge ein besonderes Angebot entwickelt: eine Online-Bibliothek mit dem Namen „lisando“.

Vor knapp zwei Jahren startete das Onlineportal, das die Klinikbücherei des UKM zusammen mit den Berliner Patientenbibliotheken des „Campus Charité Mitte“ und „Campus Benjamin Franklin“ konzipiert hat. Erstmals wird seitdem, begleitet vom Berliner Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft, deutschlandweit getestet, wie eine digitale Ausleihe in Krankenhäusern funktionieren kann. „Der Bestand sollte sich bewusst vom digitalen Angebot anderer öffentlicher Büchereien unterscheiden“, erklärt Sigrid Audick, Leiterin der Klinikbücherei im UKM. Leicht zu lesen soll die Literatur sein, auch Kurzweiliges darf darunter sein, sagt die Diplom-Bibliothekarin, stehen doch viele Patienten des KMT-Zentrums unter Medikamenteneinfluss, der die Konzentration beeinträchtigt.

Fortlaufend haben Sigrid Audick und Roxana Brink, die das Projekt am UKM begleitet, den Bestand angepasst. „Angefangen haben wir mit Ebooks aus dem Bereich Belletristik, haben dann aber schnell Audios wie Hörbücher dazu genommen, weil die Nachfrage hoch war“, erinnert sich Roxana Brink. Mittlerweile können sich die Patienten auch Sachmedien ausleihen und digital mal einen Reiseführer, mal ein Kochbuch durchblättern. Voraussetzung für die Patienten, um „lisando“ nutzen zu können: ein stabiles WLAN und ein mobiles Endgerät mit der entsprechenden App beziehungsweise einen E-Reader, wovon es im UKM derzeit zwölf Geräte gibt. Weil nicht immer alle Geräte verliehen sind, nutzen auch Mitarbeitende und andere Patienten die Onleihe.

Jeden Donnerstag hilft Roxana Brink im KMT-Zentrum denen, die „lisando“ nutzen möchten. Rund 70 Patienten waren das in den vergangenen eineinhalb Jahren, weiß die Soziologin. „Weil es 20 Betten auf der Station gibt, zehn davon für Erwachsene und jeder Patient rund sechs Wochen bleibt, haben wir in dem Zeitraum etwa 70 Prozent aller Patienten erreicht“, zeigt sich Roxana Brink zufrieden.

Für Pfarrer Dr. Leo Wittenbecher, geschäftsführender Seelsorger am UKM, ist die Klinikbücherei ein wichtiger Bestandteil der Klinikseelsorge: „Wir möchten damit Menschen ermöglichen, ihre Krankheit im Leben zu bewältigen.“ Besonders im KMT-Zentrum werde isolierten Patienten damit eine Brücke zur Normalität gebaut. „Wir sehen nicht nur die Krankheit, sondern den ganzen Menschen,“ betont Wittenbecher. Auch Roxana Brink hat bei ihren Besuchen festgestellt, dass die Onleihe ein Türöffner zu weiteren Angeboten der Klinikseelsorge sein kann. „Die Patienten werden von ihrer Krankheit abgelenkt, wenn sie sich mit der Ausleihe von Medien beschäftigen. Das kann ein Anknüpfungspunkt sein, auch für Gespräche mit den Seelsorgern im Haus.“

Wenn die Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit sowie die wissenschaftliche Begleitung im November 2020 endet, wird ein Handbuch zum Projekt erstellt. Ab dem 1. Januar 2021 wird der Verbund „lisando“ dann bundesweit geöffnet, so dass auch andere Patientenbibliotheken die Onleihe in ihren Häusern anbieten können.

EFL in Münster bietet täglich offene Sprechstunde

Die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (EFL) des Bistums in Münster erweitert ihr Angebot angesichts der Corona-Krise: Mit einer offenen Telefonsprechstunde möchten die Beraterinnen und Berater fachliche Unterstützung in der aktuellen Situation bieten. Montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr und freitags zusätzlich von 14 bis 16 Uhr können Einzelne, Paare und Familien telefonisch Rat suchen.

„Gerade in der derzeitigen Krisensituation sind viele Menschen zusätzlich verunsichert“, sagt Ursula Demmel, Leiterin der münsterischen Beratungsstelle. Damit nähmen auch die Probleme in Paarbeziehungen oder innerhalb der Familie zu. Hinzu kämen besondere Herausforderungen durch isolierte Lebenssituationen, weniger soziale Kontakte und zunehmende finanzielle Sorgen.

Die tägliche Telefonsprechstunde ergänzt das fortlaufende Angebot der EFL. Zwar sind Gruppentreffen und Veranstaltungen zum Schutz der Ratsuchenden bistumsweit bis zum 19. April abgesagt, telefonische Beratung und Online-Beratungen laufen aber weiter. Alle Informationen dazu gibt es im Internet unter www.ehefamilieleben.de. Auch Neuanmeldungen nimmt die Beratungsstelle weiterhin über das Sekretariat entgegen.

Corona verändert Erreichbarkeit

Da persönliche Begenungen momentan stark eingeschränkt sind, machen die Münsteraner Kirchengemeinden auf ihre telefonische Erreichbarkeit aufmerksam. Feste Gesprächszeiten und Notfallhandys ergänzen die bisher bestehenden Möglichkeiten. Zudem hat die TelefonSeelsorge Münster ihr Beratungsangebot erhöht. Detailierte Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf der jeweiligen Internetseite, in den Klammern sind zur groben Orientierung die dazugehörigen Stadtteile angegeben:

Die TelefonSeelsorge Münster erreichen Sie rund um die Uhr, anonym und kostenfrei unter den Telefonnummern 0800 1110 111 und 0800 111 0 222.

Gesprächsangebot der Studierendengemeinde

Manchmal möchte man einfach nur reden. Und viele herzliche Studierende wollen gern ihre Zeit verschenken und zuhören. Wenn Sie in deisen Zeiten jemanden zum Gespräch suchen, ob über Sorgen oder einfach nur so, melden Sie sich gern von montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr unter der E-Mail-Adresse seelsorge@kshg.de. Schreiben Sie einfach in Ihre E-Mail Ihre Telefonnummer und Ihren Namen und ein Student oder eine Studentin ruft Sie zurück, um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Einkaufshilfen

Hotline für die gesamte Stadt Die Wohlfahrtsverbände in Münster haben eine Hotline geschaltet. Hier erreichen sie zwischen 10 und 15 Uhr Mitarbeitende der Caritas Münster, die Namen und Telefonnummern aufnehmen und sie an Initiativen im jeweiligen Stadtteil weiterleiten.
Zielgruppe für die Notfallversorgung sind: Risikopersonen, Menschen, die sonst von Angehörigen, die aktuell in Quarantäne sind, versorgt werden und Menschen, die selbst in Quarantäne sind. Tel. 0151-25065518. Weitere Infos zu diesem Angebot finden Sie hier.

Sankt Mauritz Die beiden Seniorenbüros an der St.-Margareten-Kirche und an der St.-Mauritz-Kirche sind auch weiterhin telefonisch und per E-Mail ereichbar. Dort können sich Seniorinnen und Senioren aus dem Pfarreigebiet St. Mauritz melden, wenn Sie Unterstützung für einen Einkauf benötigen oder einen Kontakt wünschen. Ebenso können sich dort Freiwillige melden, die dafür ihre Hilfe anbieten. Bei Freiwilligen unter 18 Jahren ist eine schriftliche Einwilligung der Eltern erforderlich.
Seniorenbüro an der St.-Margareta-Kirche: Tel. 0251 6201200-420, seniorenbuero-margareta@web.de
Seniorenbüro an der St.-Mauritz-Kirche: Tel. 0251 375691, seniorenbuero-mauritz@web.de

Dyckburg, Gelmer und Handorf Die Nachbarschaftshilfe in Münster-Ost – organisiert durch Pfadfinder und Messdiener – unterstützt Seniorinnen und Senioren im Gebiet der Pfarrei St. Petronilla. Sie gehören zur Risikogruppe? Dann bleiben Sie zu Hause und melden Sie sich bei der Nachbarschaftshilfe Münster-Ost. Die Messdiener und Pfadfinder gehen für Sie gern zur Apotheke, in den Supermarkt und verrichten kleinere Erledigungen. Bitte melden Sie sich telefonisch bei Pastoralreferent Hans-Dieter Sauer, Tel. 0251 6206578 901.

Kreuzviertel und Uppenberg Tafel an der Kinderhauser Straße weiter geöffnet – Tolles Signal in schwierigen Zeiten: Dank des Einsatzes der Messdienerleiterrunde der Pfarrei Heilig Kreuz kann die Tafel die Öffnung in der kommenden Woche sicherstellen. Am Montag, 23. März, 11.30 Uhr wird es in der Ausgabestelle Kinderhauser Straße 84 – unter Einbeziehung aktueller Sicherheits- und Hygienemaßnahmen – eine Verteilung von Lebensmitteln an Bedürftige geben. Kranke, behinderte und alte Menschen, die zur Zeit besonders auf Hilfe angewiesen sind, werden ab sofort beim Einkauf unterstützt. Die Messdienerleiter aus Heilig Kreuz bieten einen Einkaufsservice an. Melden Sie sich hierzu im PFarrbüro, Tel. 0251 202080. Es wird dann eine Zeit für den Einkauf vereinbart, zu der Sie einen Umschlag mit Geld für den Einkauf, Einkaufsliste und eine Einkaufstasche bereithalten. Die Messdiener holen diese Tasche ab und bringen Ihnen dann den Einkauf und das Restgeld zurück.

Hiltrup & Amelsbüren Für ältere Menschen die sich aufgrund des Corona-Virus in häuslicher Quarantäne oder in einer Notlage befinden und nicht auf familiäre oder nachbarschaftliche Hilfe zurückgreifen können, bietet die Meyer-Suhrheinrich-Stiftung Unterstützung an. Die Hilfe bezieht sich ausschließlich auf den Einkauf von Lebensmitteln, Grundbedarfen und Beschaffung von Medikamente. Die Vermittlung ist unbürokratisch und kostenfrei und wird für Senioren und Seniorinnen. Die Hilfesuchenden können  sich telefonisch im Beratungsbüro (02501 9178820, volbracht@meyer-suhrheinrich-stiftung.de) melden. Um Trickbetrügerei vorzubeugen, wird den Hilfesuchenden der Name der Ehrenamtlichen Person mitgeteilt damit nur dieser Person der Einkaufszettel und das Geld ausgehändigt wird.  Bei einem persönlichen Kontakt, werden selbstverständlich die gebotenen Hygieneschutzmaßnahmen eingehalten. 

Die Liste wird ergänzt, sobald weitere Informationen vorliegen.

Krisenkompass der TelefonSeelsorge ist da!

Digitale Suizidprävention der TelefonSeelsorge ab jetzt als App erhältlich.

Erleichtert und auch etwas stolz zeigte sich heute Rita Hülskemper, Leiterin der TelefonSeelsorge Münster und Mitinitiatorin der App: „Wir haben ein neues digitales Angebot zur Suizidprävention entwickelt und heute zum Download bereitgestellt.“ Diese App soll sich besonders an die Gruppe richten, die häufig suizidalen Krisen betroffen sind: Kinder und junge Menschen bis 29 Jahre. Diese sind mit 23% besonders zahlreich vertreten unter den rund 100.300 Personen, die sich im letzten Jahr deutschlandweit die TelefonSeelsorge mit suizidalen Gedanken kontaktiert haben. „Und da junge Menschen mit ihren Themen vor allem digital unterwegs sind, ist die App ein Angebot, das hoffentlich von vielen genutzt wird“, so Hülskemper weiter.

Die App richtet sich an drei Personenkreise, zum einen an diejenigen, die sich in einer suizidalen Krise befinden, zum anderen an Familie und Freunde, die jemanden unterstützen wollen. Und auch diejenigen, die einen Menschen durch Suizid verloren haben, werden durch das Angebot angesprochen. Die App bietet nicht nur Informationen zum Thema Suizid, sondern auch Erfahrungen aus der digitalen Therapie, wie etwa Stimmungsbarometer oder Achtsamkeitsübungen.

Die App steht ab sofort kostenlos im Download zur Verfügung:
– für iOS: https://ios.krisen-kompass.app/
– für ANDROID: https://android.krisen-kompass.app/