Kirchenfoyer wird Testzentrum

Im „normalen“ Alltag ist es eine Begegnungsstätte. In Zeiten der Corona-Pandemie möchte das Team dazu beitragen, dass möglichst bald wieder Begegnungen stattfinden können: Das Kirchenfoyer Münster ist seit dem 13. April offizielles Testzentrum. In einem Teil der Räumlichkeiten am Lambertikirchplatz können sich die Bürgerinnen und Bürger kostenlos auf das Covid-19-Virus testen lassen. Dafür arbeitet die citypastorale Einrichtung mit der gegenüberliegenden Adler-Apotheke zusammen, die die Antigen-Schnelltests organisiert und durchführt.

Rupert König, Leiter des Kirchenfoyers, freut sich, dass seine Idee so schnell umgesetzt werden konnte: „Wir können unseren Dienst im Kirchenfoyer derzeit nur sehr eingeschränkt ausüben und stellen unseren Caféraum deshalb gerne kostenlos zur Verfügung.“ Vor allem, weil Münster voraussichtlich eine der Modellregionen sein wird, in denen Schritte zur Öffnung aus dem Lockdown geprobt werden sollen, sei es wichtig, möglichst viele Testmöglichkeiten anzubieten. „Wir haben mit unserem Standort zu Beginn der Salzstraße, mitten in der Einkaufszone, eine zentrale Lage“, erklärt er.

Für Stadtdechant Jörg Hagemann nimmt die katholische Kirche in Münster mit diesem Schritt Verantwortung wahr: „Wir möchten den Menschen nahe sein und ihnen Leben ermöglichen. Indem wir zusammen mit der Adler-Apotheke ein Testzentrum in unseren Räumen einrichten, tun wir genau dies – angepasst an die Bedarfe in der Corona-Pandemie.“ Weil nur in einem Teil des Kirchenfoyers getestet wird, kann der Betrieb als Informations- und Pilgerstempelstelle sowie als Anlaufstelle für Wickel- und Stillmöglichkeiten parallel aufgenommen werden, sobald die Schutzmaßnahmen dies zulassen.

Die Adler-Apotheke hat ihr Testangebot komplett ins Kirchenfoyer verlagert. „Das entzerrt die räumliche Situation“, sagt Inhaberin Irene Schur, die sich über die Kooperation freut. Weil das Kirchenfoyer seine Räume kostenlos zur Verfügung stellt, hat die Apothekerin sofort eingewilligt, einen Teil der Leistungserstattungen durch den Bund für einen wohltätigen Zweck zu spenden. „Welcher das sein wird, das entscheiden Rupert König und ich noch gemeinsam“, sagt Irene Schur.

Das Testzentrum im Kirchenfoyer hat montags bis samstags von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Ein Termin kann online gebucht werden auf www.adlerapotheke-muenster.de in der Rubrik „Aktuelles“ oder auf www.testen-in-nrw.de. Sollten die Kapazitäten es zulassen, kann auch ohne Termin spontan vor Ort getestet werden.

Offene Weihnacht informiert

Plakat der offenen Weihnacht

Das Team der „Offenen Weihnacht“ im Stadtdekanat Münster hatte bis zuletzt, immer in guter Abstimmung mit dem Ordnungsamt, gehofft, eine „Coronakonforme“ Form der Veranstaltung anbieten zu können. Für den „Lockdown light“ war bereits eine Möglichkeit gefunden, doch die weitgreifenden Kontaktverbote im öffentlichen Raum ermöglichen nun selbst eine kurze Begegnung nicht – auch zum Schutz aller anwesenden Gäste und Helfer*innen.

Die „Offene Weihnacht“ – seit Jahren eine feste Institution der katholischen Pfarreien am Heiligabend – gibt Wohnungslosen und Menschen, die diesen Abend alleine verbringen würden, eine weihnachtliche Herberge für einige Stunden. Mit Wärme, einem guten Essen, Gemeinschaft und kleinen Präsenten, engagiert koordiniert und durchgeführt von freiwillig engagierten Christinnen und Christen und durch Sach- und Geldspenden von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt unterstützt.

In 2020 lässt sich dieser Charakter nicht darstellen. Doch, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg: Das Team der Offenen Weihnacht bringt zum Heiligabend kleine Geschenke in soziale Einrichtungen für Wohnungslose und Alleinstehende, Gäste, die sich schon angemeldet hatten, werden angerufen oder angeschrieben und letztlich sind alle, die Weihnachten feiern, aufgerufen zu überlegen, ob nicht eine Aufmerksamkeit vor die Tür der Menschen gelegt sein kann, von denen man oft genug weiß: Bei denen ist heute sonst niemand. 

So wird Verbindung gehalten. Auf ein Wiedersehen in 2021. 

TelefonSeelsorge – 24/7 für Sie da

Die TelefonSeelsorge Münster bietet Ihnen eine Möglichkeit zum vertraulichen Gespräch. Rund um die Uhr, an Sonn- und Feiertagen und in der Nacht, sind wir für Sie da unter den Nummern: 0800/1110111 oder 0800/1110222.

Anonym und kostenfrei über das Festnetz und aus dem Mobilfunknetz. Auch per Mail und Chat ist die TelefonSeelsorge Münster für Sie erreichbar.

Wir haben ein offenes Ohr für Sie, Ihre Gedanken, Sorgen und Nöte.

Jugendkirche Münster feiert einen Wortgottesdienst per Livestream

In der Jugendkirche in Münster finden seit diesem Jahr regelmäßig „Ask the bishop“-Abende mit Bischof Genn statt – bisher ausschließlich digital.

Die Jugendkirche Münster arbeitet an einem neuen Konzept. Seit mehreren Monaten befindet sie sich im sogenannten „Relaunch“, das Gottesdienstangebot pausiert. Ein erstes Experiment wagen Hauptamtliche und Jugendliche am zweiten Weihnachtstag mit einem Gottesdienst um 18 Uhr. Er wird aufgrund der Corona-Pandemie ausschließlich per Livestream ins Internet übertragen und kann auf dem Youtube-Kanal der Jugendkirche Münster mitgefeiert werden.

„Uns war es bei der Vorbereitung für ein neues Gottesdienst-Format wichtig, uns gemeinsam mit den Jugendlichen Gedanken zu machen und uns an ihren Wünschen und Bedürfnissen zu orientieren“, erklärt Thorsten Löhring, Leiter der Jugendkirche Münster. Entstanden ist das Konzept „Kultwerkstatt“, das es zwar früher schon in der Jugendkirche gegeben hat, damals jedoch mit einer anderen Ausrichtung. Rund zehn neugierige junge Menschen folgten dem Aufruf der Jugendkirche zu Beginn des Advents und trafen sich digital zur „Kultwerkstatt“, um mithilfe kreativer Methoden Ideen für ein Gottesdienstangebot speziell für den Weihnachtsgottesdienst zu sammeln.

Einige junge Ehrenamtliche nahmen sich der Ideen an und entwickelten den Weihnachtsgottesdienst weiter. Inhaltlich werden sowohl die Weihnachtsbotschaft als auch die Herausforderungen für junge Menschen während der Corona-Pandemie einen Platz bekommen. Und auch eine alternative Gestaltung der Krippe wird es geben… Ben Wenner und Philip Rabe, die sich beide ehrenamtlich in der Jugendkirche engagieren, sind begeistert von dem Konzept der „Kultwerkstatt“: „Es ist cool, sich mit anderen über neue Ideen für einen Gottesdienst auszutauschen und diese dann auch ausprobieren zu können“, sagt Ben Wenner. Dem kann sich Philip Rabe nur anschließen: „Ich find´s genial, dass sich junge Menschen mit ihren Interesse und Fähigkeiten in der Vorbereitung einbringen können und wir in der Ausgestaltung unterstützt werden.“

Thorsten Löhring freut sich, dass das die erste „Kultwerkstatt“ so gut angekommen und ist gespannt auf den Weihnachtsgottesdienst, der als Wortgottesdienst gefeiert wird. „Es war einer der ersten Versuche, ein Gottesdienstformat zu entwickeln, bei dem wir die Wünsche und Ansprüche der Zielgruppe unmittelbar miteinbeziehen.“ Weil die Erfahrungen so positiv sind, kann sich der Leiter der Jugendkirche vorstellen, die „Kultwerkstatt“ künftig häufiger einzusetzen, um Gottesdienste für die Jugendkirche zu entwickeln: „Vielleicht mit einer festen Gruppe, die einen Gottesdienst feiern möchte und durch uns in der Vorbereitung und Durchführung Unterstützung erfährt, vielleicht als ein dauerhaftes Angebot der Jugendkirche oder auch als ein Angebot für Pfarreien“, nennt er Möglichkeiten. 

Der Gottesdienst aus der Jugendkirche Münster beginnt am Samstag, 26. Dezember, um 18 Uhr auf dem Youtube-Kanal der Jugendkirche Münster.

Weihnachten in der KSHG

Die Katholische Studierenden- und Hochschulgemeinde (KSHG) lädt am Heiligen Abend zu ihren Gottesdiensten um 16 und um 18 Uhr in der St.-Petri-Kirche bei Kerzenschein ein. Zudem feiert die Gemeinde am 1. und am 2. Weihnachtstag einen Gottesdienst um 11 Uhr in der Petri-Kirche. Eine Anmeldung über die Internetseite der KSHG ist erforderlich.

KSHG lädt zur digitalen Lesung mit Hanna Buiting ein

Theresa Sothmann von der KSHG, Autorin Hanna Buiting und Pastoralreferent Daniel Gewand (von links) laden am 18. Dezember zur digitalen Adventslesung ein. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe

Gemeinsam laden das Projekt frei.raum.coesfeld und die Katholische Studierenden- und Hochschulgemeinde Münster (KSHG) mit dem Flügge Netzwerk zu einer besonderen Adventslesung ein. Am Freitag, 18. Dezember, um 20.30 Uhr veranstalten die drei Kooperationspartner, die vor allem junge Erwachsene im Blick haben, eine Adventslesung mit Hanna Buiting. „Wir haben uns gefragt, was zum Advent gehört und was davon digital möglich ist“, erklärt Pastoralreferent Daniel Gewand von frei.raum.coesfeld. Gemeinsam mit Theresa Sothmann, Referentin für Kultur und Events bei der KSHG, kam er auf die Idee einer Lesung. „In die Adventszeit gehört es auch, Geschichten zu lauschen. Da wir sowohl jungen Erwachsenen als auch Kulturschaffenden etwas Gutes tun möchten, passt das sehr gut zusammen“, freut sich Sothmann über die Kooperation. Zumal eine digitale Veranstaltung nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist.

Schnell fanden die Organisatoren auch die geeignete Autorin: Hanna Buiting. „Ich freue mich, dass ich meine Geschichten ins Leben der jungen Erwachsenen bringen kann“, sagt die 28-Jährige, die in Essen aufgewachsen ist und in Berlin lebt. In ihren Texten gehe es um die Gleichzeitigkeit des Seins. „Ich schreibe über die schönen Seiten des Lebens, ohne aber die dunklen Momente auszuschalten“, charakterisiert sie ihre Geschichten, in denen sich ihre christliche Lebenshaltung wiederspiegelt. Fünf Bücher hat die freie Autorin inzwischen veröffentlicht. Zudem leitet sie Schreibseminare und bietet Schreibexerzitien an. „Ich bin schon gespannt. Eine digitale Lesung ist für mich eine Premiere“, gibt Buiting zu.

„Mit Hanna Buiting haben wir eine tolle Autorin besonders für junge Erwachsene und Studierende gefunden“, ist sich Gewand sicher, der bereits an Schreibexerzitien teilgenommen hat und für Januar gemeinsam mit der Autorin eine ähnliche Veranstaltung im Projekt frei.raum.coesfeld plant. Auch Sothmann ist überzeugt, dass das Programm bei den jungen Menschen gut ankommt. „Viele Veranstaltungen mussten wir leider absagen. Aber eine Lesung ist gut über den Stream oder einen Videochat möglich. Das kann den Teilnehmenden in dieser schwierigen Zeit gut tun“, sagt die Referentin. Musikalisch wird Matthias Schmidt den Abend am Klavier gestalten. 

Der Stream auf Facebook und die Online-Teilnahme über Zoom sind kostenlos. „Aber wer möchte, kann nach dem Motto ‚Give what you want‘ Geld spenden. Der Erlös kommt dem ‚Sozialfond für Studierende in Notsituationen‘ zugute. Viele wissen nicht mehr, wie sie wegen der Corona-Pandemie überhaupt noch ihre Existenz sichern können“, erklärt Sothmann.

Den Link zur Veranstaltung veröffentlichen die Organisatoren zwei Tage vor der Adventslesung auf ihren Internet- und Facebookseiten.

EFL-Beratungsstelle erweitert Angebot um Weihnachten

Die Klientinnen und Klienten der EFL Münster erhalten vom Beraterteam eine Weihnachtstüte. (Foto: EFL Münster)

Weihnachten wird anders. Das merken die Beraterinnen und Berater der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) des Bistums in der Beratungsstelle in Münster bereits im Vorfeld der Feiertage. „Für einige werden es sicherlich trotz allem die schönsten Tage des Jahres, für manche aber eben auch die schwersten“, sieht Leiterin Ursula Demmel vorhandenen Beratungsbedarf. Die EFL erweitert deshalb ihr Beratungsangebot rund um die Weihnachtsfeiertage mit einer offenen Telefonsprechstunde.

„Es kann andere, neue Fragen und Unsicherheiten geben als in den Vorjahren“, ist Ursula Demmel überzeugt. Sie und ihr Team möchten die Menschen bei möglichen Problemen fachlich unterstützen. Die Beratungsstelle in Münster ist unter der Telefonnummer 0251 135330 zu den folgenden Zeiten erreichbar: am 21., 22. und 23. Dezember sowie am 28., 29. und 30. Dezember jeweils von 10 bis 16 Uhr.

Für die Wochen bis zum Weihnachtsfest hat sich das EFL-Team außerdem etwas überlegt: „In Anerkennung für das herausfordernde Jahr 2020 erhalten unsere Klientinnen und Klienten eine Weihnachtstüte von uns“, verrät Ursula Demmel. Darin enthalten sind unter anderem die wichtigsten Telefonnummern und Infos zu den Sprechzeiten der EFL, ein Impulstext, Anleitungen für Übungen, um die eigenen Ressourcen zu mobilisieren, und eine „Süßigkeit für die Seele“. „Wer selbst keine Verwendung dafür hat, kann sie auch gerne an einen lieben Menschen weiterverschenken“, sagt die Leiterin. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ehefamilieleben.de.

Cityadvent in „smarter Version“ noch bis Sonntag, 20. Dezember

Eine Kerzeninstallation lädt in der Überwasserkirche zum Gedenken an einen geliebten Menschen ein. Foto: Markus Kortewille

Die katholische Überwasserkirche, die evangelische Apostelkirche und das Kirchenfoyer laden in diesen Tagen auf Abstand zum Verweilen und Beten ein. Noch bis Sonntag, 20. Dezember, finden Besucherinnen und Besucher beim Cityadvent in „smarter Version“ an diesen drei Orten Stille und Besinnung.

„Täglich werden in der Überwasserkirche auf der dafür vorgesehenen Fläche Kerzen entzündet“, berichtet Markus Kortewille, ehrenamtlicher Projektkoordinator. Dort gibt es die Möglichkeit, den Opfern der Pandemie zu gedenken oder für einen geliebten Menschen zu beten. „Die Menschen haben ein Bedürfnis danach, besonders in diesen unsicheren Zeiten“, sagt Kortewille. Das merkt er auch an den Rückmeldungen, die ihn teilweise auf schriftlichem Weg erreichen: „Die Kombination aus Musik und Kunst in der Überwasserkirche ist ein wirklich schönes Beispiel für Besinnung, auch in diesen doch so merkwürdigen Zeiten“, bedankt sich beispielsweise ein Besucher für die Möglichkeit des Innehaltens.

Der Reinerlös des Kerzenverkaufs kommt in diesem Jahr der Schoberstiftung für christliche Hospizarbeit zu Gute. Bis Sonntag, 20. Dezember, findet der Cityadvent in „smarter Version“ täglich von 11 bis 18 Uhr in der Überwasserkirche statt. Weitere Installationen gibt es in der Apostelkirche und im Kirchenfoyer.

Mit Playlist und Sternstunden das Warten auf Weihnachten gestalten

In der Jugendkirche symbolisieren vier aufgebaute Haltestellen das Warten auf Weihnachten. Foto: Eva Brambrink

Zu adventlichen Angeboten, die online und offline stattfinden, lädt die Jugendkirche Münster in diesen Tagen ein. Im Kirchenraum an der Neubrückenstraße symbolisieren vier aufgebaute Haltestellen das Warten auf Weihnachten. Zudem gibt es vier Stationen, an denen die Besucherinnen und Besucher täglich von 9.30 bis 18.30 Uhr die „Wartezeit“ überbrücken können.

„Alle Stationen sind zusammen mit unseren Ehrenamtlichen entstanden“, erklärt Eva Brambrink, pastorale Mitarbeiterin in der Jugendkirche. „Das Ziel der Jugendlichen ist in diesem Advent, zur Ruhe zu kommen, etwas für sich zu tun und vor allem nicht nur das Negative zu sehen, sondern auch über Sternstunden nachzudenken.“ Ihre ganz persönlichen Sternstunden können sie an einer Station aufschreiben und in Form von Sternen an eine Wand kleben. Kreativ werden darf man auch an einer weiteren Station: Hier können Weihnachtskugeln gestaltet werden. Sie schmücken an Weihnachten einen modernen Weihnachtsbaum in der Jugendkirche. Zudem sind die Besucher eingeladen, eine Playlist mit ihren Lieblingsweihnachtsliedern zu erstellen und sich an der vierten Station mithilfe von Impulskarten über Fragen rund um Advent und Weihnachten auszutauschen.

Doch nicht nur vor Ort, auch „online“ gestalten Ehrenamtliche das Warten auf Weihnachten. Nils Henning hatte die Idee einer digitalen Adventsgeschichte auf dem Instagram-Kanal der Jugendkirche: „Jeden Tag schreibt ein Jugendlicher die Adventsgeschichte weiter. Man hat 24 Stunden Zeit, seinen Abschnitt zu schreiben, bevor er gepostet wird“, erklärt der Ehrenamtliche. Der Vorteil für ihn und die Follower der Jugendkirche: „Man bekommt besonders in diesem Advent so viele digitale Impulse. Hier können wir aktiv etwas mitgestalten und uns beteiligen.“ Die Adventsgeschichte kann auf Instagram unter @jugendkirche.muenster verfolgt werden.

Kirchenfoyer öffnet mit Still- und Wickelbereich

Als Treffpunkt und Begegnungsstätte kann das Kirchenfoyer in Münster aufgrund der Corona-Pandemie momentan nicht genutzt werden. „Wir möchten unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen ein Großteil besonders gefährdet ist, schützen“, sagt Rupert König, Leiter der citypastoralen Einrichtung am Lamberti-Kirchplatz. Zu begrenzt sind die Räumlichkeiten, zu eng wäre der Kontakt zu den Besuchern, Passanten und Touristen.

Doch König und seinem Kollegen Thomas Kamm ist es wichtig, auf Bedarfe zu reagieren. „Wir haben in den vergangenen Wochen immer wieder beobachtet, dass Mütter keinen ruhigen Platz finden, um ihr Kind zu stillen, oder Eltern, um ihr Kind zu wickeln“, berichten sie. Vor der Corona-Pandemie wurde von dem eigens eingerichteten Still- und Wickelraum in der unteren Etage des Kirchenfoyers mehrmals täglich Gebrauch gemacht. „Das ist ein Geheimtipp mitten in Münster“, verrät König. Und dieses Angebot soll Müttern und Vätern trotz des auf unbestimmte Zeit geschlossenen Kirchenfoyers ermöglicht werden.

Dafür kooperiert die Einrichtung in den Sommermonaten mit der benachbarten Pfarrei St. Lamberti. Montags bis samstags zwischen 11 und 19 Uhr werden – gutes Wetter vorausgesetzt – Sitzmöglichkeiten auf dem Kirchplatz aufgestellt – mit Blick in Richtung Sonne. Passanten können Platz nehmen, inmitten des Trubels einen Moment verschnaufen und die kleine Auszeit genießen. Ein Haupt- oder Ehrenamtlicher der Pfarrei soll durchgängig an der sogenannten „Sommer-Lounge“ ansprechbar sein – auch für Eltern, die auf der Suche nach einem Platz zum Wickeln oder Stillen sind. „Sie können diese Person ansprechen“, schildert Thomas Kamm, „und wenn die notwendigen Daten in aller Kürze aufgenommen worden sind, wird der Schlüssel zum Kirchenfoyer ausgehändigt.“ Dort wurde der Still- und Wickelbereich auf die helle Empore verlagert, wohin sich die Mutter und/oder der Vater mit dem Kind dann in Ruhe zurückziehen kann.

Darüber hinaus werden König und Kamm in den nächsten Wochen verschiedene Kunstaktionen umsetzen, die durch die Glasfronten des Kirchenfoyers einsehbar sein werden und so ein Stück weit „Verkündigung durch das Schaufenster“ betreiben. Auch sollen die kommenden Wochen der Schließung für einige zweckmäßige Umbauten genutzt werden. „Wir hoffen, dass wir dann bald wieder in gewohnter Form für unsere Besucher da sein können“, sagt König.