Hilfe für gestresste Familien

Familien stehen auch in Münster wegen der Corona-Pandemie seit Wochen vor neuen und großen Herausforderungen. Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen sind geschlossen, eine Rückkehr in den Regelbetrieb ist nicht absehbar. Viele Eltern arbeiten im Home-Office und müssen gleichzeitig  ihre Kinder unterrichten, betreuen und für Freizeitangebote sorgen. Und das täglich, rund um die Uhr.  Da liegen schnell die Nerven bei allen Familienmitgliedern blank. Existenzsorgen, eine kleine Wohnung ohne Garten können den Stresspegel noch weiter erhöhen.

Hier ist schnelle Hilfe gefragt, die ab Donnerstag, 7. Mai, eine Hotline für gestresste Familien bietet. Unter der Telefonnummer 0251/39 58 896 sind Expertinnen und Experten der Erziehungsberatungsstellen in Münster an sieben Tagen von 10 bis 22 Uhr für alle Themen erreichbar. Caritas, das Beratungszentrum der Diakonie und die Beratungsstelle Südviertel haben in Kooperation mit dem Amt für Kinder und Familien der Stadt Münster diesen Zusammenschluss gewählt, um in diesen außergewöhnlichen Zeiten alle Familienmitglieder bestmöglich zu unterstützen.  Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse Familienberatung.ms.

Kirchen rufen zum Nähen von Masken auf

Münster hält zusammen, Münster näht zusammen: Die katholische Kirche im Stadtdekanat Münster ruft dazu auf, einfache Mund-Nasen-Masken zu nähen und für die Mitmenschen in der Stadt zu spenden. Mit Blick auf die ab Montag, 27. April, geltende Maskenpflicht in Münster und in ganz Deutschland ermutigt Stadtdechant Jörg Hagemann zum Einsatz für Andere: „Mit der Aktion wird christliche Nächstenliebe gelebt“, betont er. In nahezu allen Kirchen im Stadtgebiet sind Sammelstellen eingerichtet worden, an denen die Masken abgegeben werden können.

Die katholische sowie die evangelische Kirche in Münster arbeiten mit der Stadt Münster zusammen, die ebenfalls an verschiedenen Orten Sammelstellen eingerichtet hat. Die Stadt sorgt dafür, dass die abgegebenen Masken an die Apothekerkammer geliefert werden, die die Verteilung koordiniert. Wo Masken dann kostenlos abgeholt werden können, kann unter der Hotline der Stadt Münster zum Thema Corona erfragt werden: Telefon 0251 4921077 (montags bis freitags 8 bis 18 Uhr, samstags 9 bis 16 Uhr) oder E-Mail an corona@stadt-muenster.de

Die katholische Kirche im Stadtdekanat Münster ruft dazu auf, einfache Mund-Nasen-Masken zu nähen und für die Mitmenschen in der Stadt zu spenden. (Foto: privat)

„Der erste Schritt ist aber, dass die Masken genäht werden müssen, bevor sie verteilt werden können“, betont Jörg Hagemann. Der Stadtdechant ist überzeugt, dass es den Menschen in der Stadt wichtig ist, etwas für ihre Mitmenschen zu tun. „Viele haben aktuell mehr Zeit zur Verfügung und suchen nach einer sinnvollen Beschäftigung“, weiß er aus Gesprächen. Mit der Nähaktion können sich die Münsteraner solidarisch mit denen zeigen, die nicht über Näh-Fertigkeiten oder das passende Equipment verfügen. „Das Ziel ist klar: Möglichst viele Menschen sollen vor einer möglicherweise lebensgefährlichen Infektion geschützt werden.“

Die Stoff-Masken, die ab Montag, 27. April, alle Bürgerinnen und Bürger beim Einkaufen sowie in Bus und Bahn tragen müssen, schützen den Träger zwar nicht, können aber Tröpfchen beim Sprechen und Husten einfangen und so die Verteilung der Coronaviren bremsen. Die Masken sollten täglich bei 60 Grad gewaschen werden. Sie dürfen möglichst nur an den Bändern berührt, entsprechend angelegt und abgenommen werden. Die Hygieneregeln sind weiterhin zu beachten wie beispielsweise regelmäßiges Händewaschen, Abstand halten, nicht ins Gesicht fassen.

Eine Liste der Sammelstellen und Informationen zu Nähanleitungen finden Sie hier.

Sammelstellen für selbstgenähte Behelfsmasken

Informieren Sie sich hier über die zur Zeit 35 Abgabemöglichkeiten im Stadtdekanat und evangelischen Kirchenkreis für selbstgenähte Behelfsmasken: Liste Stadtdekanat / Liste Ev. Kirchenkreis.

Auf der Internetseite maps.maskefuerdich.de finden Sie eine Karte mit allen Sammelstellen, zudem finden Sie dort auch weitere Informationen und Nähanleitungen.

Grafik der Stadt Münster, um über die Maskenpflicht zu informieren.

Auch die Stadt Münster hat Nähanleitungen (auch in verschiedenen Sprachen) und weitere Informationen zu Behelfsmasken zusammengestellt, diese finden Sie hier. Wir empfehlen insbesondere das Nähen von Masken mit Sichtfenster, um Menschen mit einer Höreinschränkung eine Teilhabe zu ermöglichen.

Die in unseren Sammelstellen abgegeben Masken werden über die Stadt Münster an verschieden Apotheken weitergeleitet und dort kostenfrei weitergegeben. Wo genau Sie Masken erhalten können, erfahren Sie an der Corona-Hotline der Stadt Münster, Tel. 0251 492-1077 oder per E-Mail corona@stadt-muenster.de.

Einkaufshilfen

Hotline für die gesamte Stadt Die Wohlfahrtsverbände in Münster haben eine Hotline geschaltet. Hier erreichen sie zwischen 10 und 15 Uhr Mitarbeitende der Caritas Münster, die Namen und Telefonnummern aufnehmen und sie an Initiativen im jeweiligen Stadtteil weiterleiten.
Zielgruppe für die Notfallversorgung sind: Risikopersonen, Menschen, die sonst von Angehörigen, die aktuell in Quarantäne sind, versorgt werden und Menschen, die selbst in Quarantäne sind. Tel. 0151-25065518. Weitere Infos zu diesem Angebot finden Sie hier.

Sankt Mauritz Die beiden Seniorenbüros an der St.-Margareten-Kirche und an der St.-Mauritz-Kirche sind auch weiterhin telefonisch und per E-Mail ereichbar. Dort können sich Seniorinnen und Senioren aus dem Pfarreigebiet St. Mauritz melden, wenn Sie Unterstützung für einen Einkauf benötigen oder einen Kontakt wünschen. Ebenso können sich dort Freiwillige melden, die dafür ihre Hilfe anbieten. Bei Freiwilligen unter 18 Jahren ist eine schriftliche Einwilligung der Eltern erforderlich.
Seniorenbüro an der St.-Margareta-Kirche: Tel. 0251 6201200-420, seniorenbuero-margareta@web.de
Seniorenbüro an der St.-Mauritz-Kirche: Tel. 0251 375691, seniorenbuero-mauritz@web.de

Dyckburg, Gelmer und Handorf Die Nachbarschaftshilfe in Münster-Ost – organisiert durch Pfadfinder und Messdiener – unterstützt Seniorinnen und Senioren im Gebiet der Pfarrei St. Petronilla. Sie gehören zur Risikogruppe? Dann bleiben Sie zu Hause und melden Sie sich bei der Nachbarschaftshilfe Münster-Ost. Die Messdiener und Pfadfinder gehen für Sie gern zur Apotheke, in den Supermarkt und verrichten kleinere Erledigungen. Bitte melden Sie sich telefonisch bei Pastoralreferent Hans-Dieter Sauer, Tel. 0251 6206578 901.

Kreuzviertel und Uppenberg Tafel an der Kinderhauser Straße weiter geöffnet – Tolles Signal in schwierigen Zeiten: Dank des Einsatzes der Messdienerleiterrunde der Pfarrei Heilig Kreuz kann die Tafel die Öffnung in der kommenden Woche sicherstellen. Am Montag, 23. März, 11.30 Uhr wird es in der Ausgabestelle Kinderhauser Straße 84 – unter Einbeziehung aktueller Sicherheits- und Hygienemaßnahmen – eine Verteilung von Lebensmitteln an Bedürftige geben. Kranke, behinderte und alte Menschen, die zur Zeit besonders auf Hilfe angewiesen sind, werden ab sofort beim Einkauf unterstützt. Die Messdienerleiter aus Heilig Kreuz bieten einen Einkaufsservice an. Melden Sie sich hierzu im PFarrbüro, Tel. 0251 202080. Es wird dann eine Zeit für den Einkauf vereinbart, zu der Sie einen Umschlag mit Geld für den Einkauf, Einkaufsliste und eine Einkaufstasche bereithalten. Die Messdiener holen diese Tasche ab und bringen Ihnen dann den Einkauf und das Restgeld zurück.

Hiltrup & Amelsbüren Für ältere Menschen die sich aufgrund des Corona-Virus in häuslicher Quarantäne oder in einer Notlage befinden und nicht auf familiäre oder nachbarschaftliche Hilfe zurückgreifen können, bietet die Meyer-Suhrheinrich-Stiftung Unterstützung an. Die Hilfe bezieht sich ausschließlich auf den Einkauf von Lebensmitteln, Grundbedarfen und Beschaffung von Medikamente. Die Vermittlung ist unbürokratisch und kostenfrei und wird für Senioren und Seniorinnen. Die Hilfesuchenden können  sich telefonisch im Beratungsbüro (02501 9178820, volbracht@meyer-suhrheinrich-stiftung.de) melden. Um Trickbetrügerei vorzubeugen, wird den Hilfesuchenden der Name der Ehrenamtlichen Person mitgeteilt damit nur dieser Person der Einkaufszettel und das Geld ausgehändigt wird.  Bei einem persönlichen Kontakt, werden selbstverständlich die gebotenen Hygieneschutzmaßnahmen eingehalten. 

Die Liste wird ergänzt, sobald weitere Informationen vorliegen.