Cityadvent in „smarter Version“ noch bis Sonntag, 20. Dezember

Eine Kerzeninstallation lädt in der Überwasserkirche zum Gedenken an einen geliebten Menschen ein. Foto: Markus Kortewille

Die katholische Überwasserkirche, die evangelische Apostelkirche und das Kirchenfoyer laden in diesen Tagen auf Abstand zum Verweilen und Beten ein. Noch bis Sonntag, 20. Dezember, finden Besucherinnen und Besucher beim Cityadvent in „smarter Version“ an diesen drei Orten Stille und Besinnung.

„Täglich werden in der Überwasserkirche auf der dafür vorgesehenen Fläche Kerzen entzündet“, berichtet Markus Kortewille, ehrenamtlicher Projektkoordinator. Dort gibt es die Möglichkeit, den Opfern der Pandemie zu gedenken oder für einen geliebten Menschen zu beten. „Die Menschen haben ein Bedürfnis danach, besonders in diesen unsicheren Zeiten“, sagt Kortewille. Das merkt er auch an den Rückmeldungen, die ihn teilweise auf schriftlichem Weg erreichen: „Die Kombination aus Musik und Kunst in der Überwasserkirche ist ein wirklich schönes Beispiel für Besinnung, auch in diesen doch so merkwürdigen Zeiten“, bedankt sich beispielsweise ein Besucher für die Möglichkeit des Innehaltens.

Der Reinerlös des Kerzenverkaufs kommt in diesem Jahr der Schoberstiftung für christliche Hospizarbeit zu Gute. Bis Sonntag, 20. Dezember, findet der Cityadvent in „smarter Version“ täglich von 11 bis 18 Uhr in der Überwasserkirche statt. Weitere Installationen gibt es in der Apostelkirche und im Kirchenfoyer.

Mit Playlist und Sternstunden das Warten auf Weihnachten gestalten

In der Jugendkirche symbolisieren vier aufgebaute Haltestellen das Warten auf Weihnachten. Foto: Eva Brambrink

Zu adventlichen Angeboten, die online und offline stattfinden, lädt die Jugendkirche Münster in diesen Tagen ein. Im Kirchenraum an der Neubrückenstraße symbolisieren vier aufgebaute Haltestellen das Warten auf Weihnachten. Zudem gibt es vier Stationen, an denen die Besucherinnen und Besucher täglich von 9.30 bis 18.30 Uhr die „Wartezeit“ überbrücken können.

„Alle Stationen sind zusammen mit unseren Ehrenamtlichen entstanden“, erklärt Eva Brambrink, pastorale Mitarbeiterin in der Jugendkirche. „Das Ziel der Jugendlichen ist in diesem Advent, zur Ruhe zu kommen, etwas für sich zu tun und vor allem nicht nur das Negative zu sehen, sondern auch über Sternstunden nachzudenken.“ Ihre ganz persönlichen Sternstunden können sie an einer Station aufschreiben und in Form von Sternen an eine Wand kleben. Kreativ werden darf man auch an einer weiteren Station: Hier können Weihnachtskugeln gestaltet werden. Sie schmücken an Weihnachten einen modernen Weihnachtsbaum in der Jugendkirche. Zudem sind die Besucher eingeladen, eine Playlist mit ihren Lieblingsweihnachtsliedern zu erstellen und sich an der vierten Station mithilfe von Impulskarten über Fragen rund um Advent und Weihnachten auszutauschen.

Doch nicht nur vor Ort, auch „online“ gestalten Ehrenamtliche das Warten auf Weihnachten. Nils Henning hatte die Idee einer digitalen Adventsgeschichte auf dem Instagram-Kanal der Jugendkirche: „Jeden Tag schreibt ein Jugendlicher die Adventsgeschichte weiter. Man hat 24 Stunden Zeit, seinen Abschnitt zu schreiben, bevor er gepostet wird“, erklärt der Ehrenamtliche. Der Vorteil für ihn und die Follower der Jugendkirche: „Man bekommt besonders in diesem Advent so viele digitale Impulse. Hier können wir aktiv etwas mitgestalten und uns beteiligen.“ Die Adventsgeschichte kann auf Instagram unter @jugendkirche.muenster verfolgt werden.

Innenstadtgemeinden feiern Weihnachten

Den Weihnachtsgottesdienst in Gemeinschaft und zugleich coronakonform feiern, das möchten die katholischen Innenstadtpfarreien in Münster den Gläubigen ermöglichen. Deshalb haben die Verantwortlichen des St.-Paulus-Doms sowie der PfarreienSt. Lamberti und Liebfrauen-Überwasser ein deutlich erweitertes Gottesdienstangebot für Weihnachten auf die Beine gestellt. Für die Teilnahme an den zentralen in den beteiligten Kirchen stattfindenden Gottesdiensten ist eine Anmeldung im Internet erforderlich.

Die Termine für die Gottesdienste finden sich auf den Internetseiten der beteiligten Gemeinden unter www.paulusdom.de, www.sanktlamberti.de und www.liebfrauen-muenster.de . Hier gibt es auch Anmeldemöglichkeiten sowie Informationen über in den Gottesdiensten zu beachtenden Corona-Regelungen und darüber, welche Gottesdienste schon ausgebucht sind und wo es noch freie Plätze gibt. Außerdem finden sich Hinweise zu Gottesdienstübertragungen im Internet.

Große Prozession 2020: „Ich bin da, wo du bist!“

Am Sonntag, 5. Juli 2020, findet die alljährliche Große Prozession statt. Sie steht unter dem Wallfahrtsmotto: „Ich bin da, wo du bist!“ (nach Ex 3,14)

Leider muss auf die althergebrachte Prozession durch die Straßen unserer Stadt Münster verzichtet werden, aber wir wollen gemeinsam mit Bischof Felix Genn auf dem Domplatz zu einem feierlichen Gottesdienst zusammenkommen. Der Bischof und der Oberbürgermeister werden gemeinsam von der Lamberti-Kirche aus mit dem traditionellen „Pestkreuz“ auf den Domplatz ziehen.

Für über 400 Gottesdienstbesucher ist Platz auf dem Domplatz. Das Pontifikalamt beginnt um 11 Uhr.

Wegen der besonderen Hygieneanforderungen in diesem Jahr wird darum gebeten, die Plätze auf dem Domplatz rechtzeitig einzunehmen.

Ewiges Gebet im St.-Paulus-Dom am Sonntag, 14. Juni

Es hat in der katholischen Kirche eine lange Tradition und dauert – trotz seines Namens – nicht ewig im landläufigen Sinne: Am Sonntag, 14. Juni, sind alle Gläubigen zum Ewigen Gebet im St. Paulus-Dom Münster eingeladen.

Das Kapitelsamt, eine reguläre heilige Messe, findet wie immer um 11.45 Uhr statt. Anschließend wird das heiligste Sakrament ausgesetzt. Die Gegenwart Jesu in der Gestalt des eucharistischen Brotes erinnert an die Hingabe seines Lebens für die Menschen. Um 17 Uhr findet eine Vesper statt. Mit Sakramentsprozession und Segen wird sie das Ewige Gebet abrunden.

Online-Gottesdienste aus Münster

Die katholischen Kirchengemeinden in Münster laden mit einem Online-Angebot zur Mitfeier der Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen ein. Eine Besonderheit haben sie sich dabei für die Osternacht überlegt, die zugleich eine Premiere darstellt.

„Feiern Sie mit uns zusammen die Kar- und Ostertage!“ Da aufgrund der Versammlungsverbote öffentliche Gottesdienste untersagt sind, haben sich die münsterischen Kirchengemeinden darüber verständigt, welche Gottesdienste sie ins Internet übertragen.

Den Anfang macht am Gründonnerstag, 9. April, 18.30 Uhr die Übertragung der Feier des letzten Abendmahls mit Bischof Dr. Felix Genn aus dem St.-Paulus-Dom.

Am Karfreitag, 10. April werden die Karfreitagsliturgie um 15 Uhr aus der Heilig-Kreuz-Kirche und um 20 Uhr der Gottesdienst der #FEIERNWIR-Gemeinde gesendet.

Eine Premiere gibt es dann am Samstag, 11. April. Erstmals beteiligen sich alle Pfarreien an der Feier der Osternacht. Übertragen wird der gemeinsame Gottesdienst, bei dem viele Kirchen mit einem Element einbezogen sind, um 20 Uhr aus der St.-Martini-Kirche.

Wer die Gottesdienste mitfeiern möchte, findet Informationen zur Übertragung auf dieser Seite. Aus technischen Gründen wird der Stream erst kurz vor dem Gottesdienst angezeigt.

Pfarreien in Münster feiern gemeinsame Osternacht

Für die Verantwortlichen der katholischen Pfarreien in Münster steht fest: „Ostern fällt nicht aus.“ Deshalb haben sie sich zusammengetan und werden erstmals gemeinsam die Osternacht am Karsamstag, 11. April, um 20 Uhr feiern. In Zeiten der Corona-Krise, in denen öffentliche Gottesdienste nicht stattfinden dürfen, können die Gläubigen die Feier des höchsten Festes in der katholischen Kirche im Internet verfolgen. Übertragen wird die Feier aus der St.-Martini-Kirche. Beteiligt sind jedoch alle Pfarreien: Die Pfarrer übernehmen je ein Element des Gottesdienstes in ihrer Kirche, das dann in die Übertragung eingebunden wird. 

Hans-Bernd Köppen, Pfarrer der St.-Lamberti-Pfarrei, gibt Beispiele: „Eine Lesung trägt Pfarrer Jürgen Streuer aus Handorf vor, eine weitere Pfarrer Rudi Gehrmann aus der St.-Mauritz-Kirche. Schulseelsorger Hendrik Drüing predigt aus der Kapelle des Mauritz-Gymnasiums.“ 17 verschiedene Orte werden auf diese Weise eingebunden, auch die Jugendkirche „effata“ ist dabei sowie die Katholische Studierenden- und Hochschulgemeinde. Besonders freut sich Köppen über die Beteiligung der evangelischen Apostelgemeinde. „So gibt es für alle Gläubigen in Münster an diesem besonderen Fest einen Bezug zu ihrer Heimatpfarrei“, verdeutlich Köppen. 

An jedem Ort werden nur zwei Vertreterinnen und Vertreterder Gemeinden in einem Abstand von mindestens zweiMetern anwesend sein, zusätzlich in einigen Fällen ein Kirchenmusiker an der Orgel. „Wir freuen uns, trotz dieser für uns alle nicht leichten Situation mit den Menschen in Münster auf diese neue Art Ostern zu feiern“, betont Pfarrer Köppen. 

Auch die Feier der Karwoche ermöglichen die Innenstadtpfarreien den Gläubigen via Internet. Am Palmsonntag, 5. April, wird um 10 Uhr ein Familiengottesdienst aus der St.-Clemens-Kirche in Münster-Hiltrup übertragen, um 18 Uhr ein Gottesdienst aus der St.-Lamberti-Kirche. Am Gründonnerstag, 9. April, haben alle Gläubigen die Möglichkeit, die Feier mit Bischof Dr. Felix Genn aus dem St.-Paulus-Dom zu verfolgen. Für Karfreitag, 10. April, ist die Übertragung der Liturgie um 15 Uhr aus der St.-Martini-Kirche geplant. Um 18 Uhr gibt es eine Andacht aus der St.-Lamberti-Kirche. Die Kirchengemeinden der Stadt werden an diesem Tag besondere Aktionen und Hilfen zur Gestaltung des Karfreitags im Internet veröffentlichen. Zusätzlich erscheint am Gründonnerstag, herausgegeben von den katholischen Kirchengemeinden, eine Beilage in den Zeitungen zum Thema „Ostern gestalten“. 

Wer die Gottesdienste mitfeiern möchte, findet die Links zu den Plattformen Youtube, Facebook und BibelTV auf den Homepages der Pfarreien, auf www.katholisch-in-muenster.de oder auf www.sanktlamberti.de.