Bitte helfen Sie den Menschen im Heiligen Land!

Trotz oder gerade wegen des Coronavirus und seinen Folgen: Wir dürfen die Menschen im Heiligen Land nicht vergessen. Noch mehr als sonst sind sie seit einigen Wochen in ihrem Alltag eingeschränkt. Noch mehr als sonst macht sich Hoffnungslosigkeit breit. Ausgerechnet jetzt entfällt auch noch die Palmsonntagskollekte, durch die wir den Großteil unserer Projekte und eigenen Einrichtungen finanzieren. Bitte spenden Sie trotzdem! Diesmal per Überweisung statt in den Klingelbeutel.

Unsere Kontoverbindung lautet:
Deutscher Verein vom Heiligen Lande
IBAN: DE13 3706 0193 2020 2020 10
Pax-Bank
Stichwort: Spende zu Palmsonntag

Oder spenden Sie gleich hier online: Spendenportal

Unterstützen Sie Misereor

Keine Gottesdienste, keine Kollekten – diese derzeitige Situation, die aus den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus entstanden ist, wirkt sich auch auf die Arbeit der großen Hilfswerke dramatisch aus. So wäre dem Bischöflichen Hilfswerk Misereor die Kollekte aus katholischen Gottesdiensten bundesweit am fünften Fastensonntag, 29. März, zugutegekommen. Da diese aber entfällt, bitten Misereor und die deutschen Bischöfe, die weltweite humanitäre Arbeit von Misereor auf anderen Wegen finanziell zu unterstützen.

Denn: Dem Hilfswerk, dessen Fastenaktion 2020 sich unter dem Leitwort „Gib Frieden!“ besonders für Syrien und seine Nachbarländer einsetzt, fehlen nicht nur die Einnahmen aus der Kollekte. Auch unzählige Veranstaltungen vor Ort, so wie Fastenessen, Soliläufe, Solibrotverkäufe, Coffee-Shops, Trommelreisen oder Begegnungen mit Gästen von Partnerorganisationen, müssen kurzfristig ausfallen.  

Umso dringender bittet Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von Misereor, die Bevölkerung „von Herzen, unsere Arbeit in Zeiten der Corona-Krise besonders zu unterstützen“. 

Bitte zeigen Sie Ihre Solidarität mit den Schwächsten.“ Viele Menschen erführen „in der aktuellen Krise die Hilfsbereitschaft ihrer Nachbarn, Freunde und Familie. Lassen Sie uns diese Erfahrung weitertragen in Regionen des globalen Südens, wo Menschen auf Unterstützung angewiesen sind, um ihr Überleben zu sichern und Zugang zu ausreichender Nahrung, Unterkunft, Gesundheit und Bildung zu erhalten, um der Hoffnung ein Gesicht zu geben.“ Das gelte nicht zuletzt für Flüchtlinge in Syrien und im Libanon, die im Mittelpunkt der aktuellen Misereor-Fastenaktion stehen. „Sie haben all das verloren, was ein Leben in Sicherheit und Würde ausmacht“, betont Spiegel, „auf deren Seite steht Misereor und benötigt dazu Ihre Hilfe. Sie kennen Bilder aus Syrien und Libanon. Unsere Partner bleiben an der Seite der Ver-letztlichen und teilen mit ihnen Ohnmacht.“

Möchten Sie die Misereor-Fastenaktion unterstützen?

Dann nutzen Sie gerne – auf Wunsch auch anonym –das Online-Portal des Bistums Münster bei der Darlehnskasse Münster (DKM): www.bistum-muenster.de/spendenportal

Dort gibt es auch Infos zu den geförderten Projekten und der Verwendung der Spenden. Spendenquittungen können ebenfalls beantragt werden. 

Spenden an Misereor sind außerdem direkt möglich:

IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10
(Pax-Bank Aachen)

Schutzpatronin gegen Seuchen steht jetzt im St.-Paulus-Dom

Dass die Figur einmal so bedeutsam werden würde, hätte Dompropst Kurt Schulte nicht gedacht. Zumal er lange gar nicht wusste, um welche Darstellung es sich handelte. Aus eher traurigem Anlass hat er ihr vor wenigen Tagen einen besonderen Platz im Altarraum des St.-Paulus-Doms in Münster eingeräumt: die heilige Corona. Die Heilige ist zwar nicht Namensgeberin des gefährlichen Virus, das derzeit die Welt in Atem hält, wohl aber Schutzpatronin gegen Seuchen.

Seit acht Jahren ist die Figur im Besitz des Dompropstes. Ursprünglich gehörte sie Familie Hellraeth aus Rees. Hermann Hellraeth war Kunstsammler, seine Frau Clara engagierte sich sozialpolitisch, baute unter anderem den Katholischen Fürsorgeverein (KFV), heute Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), im Bistum Münster auf und war als Vorsitzende 1916 Mitgründerin des Caritasverbandes für die Diözese. „Die Figur ist innerhalb der Familie vererbt worden und schließlich, als ein Umzug anstand und die neue Wohnung keinen Platz mehr für die Figur bot, mir übergeben worden“, berichtet Schulte.

Doch für Familie Hellraeth stellte die Figur nicht etwa die heilige Corona dar, sondern die heilige Elisabeth. „Sie hat etwas in der Hand, das einem Brotstück gleicht“, erklärt Schulte. Elisabeth von Thüringen wird oft mit Brot dargestellt, verwandelte sich doch, als sie Armen Brot bringen wollte, dieses in Rosen. Unsicher, ob die Annahme von der heiligen Elisabeth richtig ist, bat Schulte Domkustos Dr. Udo Grote, sich die Figur anzuschauen, der schließlich herausfand, um wen es sich wirklich handelt. „Es ist kein Brotstück, sondern eine Geldmünze“, sagt der Dompropst – ein Verweis darauf, dass die heilige Corona auch bei finanziellen Problemen angerufen werden kann.

Laut Legende soll Corona, Frau des Märtyrers Victor, nur etwa 16 Jahre alt gewesen sein, als sie vor rund 1800 Jahren den frühchristlichen Märtyrertod starb. Corona soll an zwei niedergebeugten Palmen gebunden und dann zerrissen worden sein, als diese sich wieder aufrichteten. Sie gilt unter anderem als Schutzheilige der Schatzsucher und steht für Standhaftigkeit im Glauben. Vor allem in Bayern und Österreich wird die Heilige, die andernorts auch Stephana heißt, verehrt. 

Als das Corona-Virus immer bekannter wurde, erinnerte sich Dompropst Schulte an die Heiligenfigur in seiner Wohnung. „Ich war überrascht, dass die heilige Corona auch bei Seuchengefahr angerufen werden kann“, sagt er. In Krisen wie der aktuellen komme ihr eine besonderes Rolle als Fürsprecherin zu, ist der Dompropst überzeugt und nahm dies zum Anlass, die Figur im Dom aufzustellen: „Als Heilige können wir sie anrufen und Fürsprache halten, auf dass bei all den Herausforderungen so wenig Menschen wie möglich zu Schaden kommen und wir gut mit dieser Situation umgehen.“