Online-Gottesdienste aus Münster

Die katholischen Kirchengemeinden in Münster laden mit einem Online-Angebot zur Mitfeier der Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen ein. Eine Besonderheit haben sie sich dabei für die Osternacht überlegt, die zugleich eine Premiere darstellt.

„Feiern Sie mit uns zusammen die Kar- und Ostertage!“ Da aufgrund der Versammlungsverbote öffentliche Gottesdienste untersagt sind, haben sich die münsterischen Kirchengemeinden darüber verständigt, welche Gottesdienste sie ins Internet übertragen.

Den Anfang macht am Gründonnerstag, 9. April, 18.30 Uhr die Übertragung der Feier des letzten Abendmahls mit Bischof Dr. Felix Genn aus dem St.-Paulus-Dom.

Am Karfreitag, 10. April werden die Karfreitagsliturgie um 15 Uhr aus der Heilig-Kreuz-Kirche und um 20 Uhr der Gottesdienst der #FEIERNWIR-Gemeinde gesendet.

Eine Premiere gibt es dann am Samstag, 11. April. Erstmals beteiligen sich alle Pfarreien an der Feier der Osternacht. Übertragen wird der gemeinsame Gottesdienst, bei dem viele Kirchen mit einem Element einbezogen sind, um 20 Uhr aus der St.-Martini-Kirche.

Wer die Gottesdienste mitfeiern möchte, findet Informationen zur Übertragung auf dieser Seite. Aus technischen Gründen wird der Stream erst kurz vor dem Gottesdienst angezeigt.

Pfarreien in Münster feiern gemeinsame Osternacht

Für die Verantwortlichen der katholischen Pfarreien in Münster steht fest: „Ostern fällt nicht aus.“ Deshalb haben sie sich zusammengetan und werden erstmals gemeinsam die Osternacht am Karsamstag, 11. April, um 20 Uhr feiern. In Zeiten der Corona-Krise, in denen öffentliche Gottesdienste nicht stattfinden dürfen, können die Gläubigen die Feier des höchsten Festes in der katholischen Kirche im Internet verfolgen. Übertragen wird die Feier aus der St.-Martini-Kirche. Beteiligt sind jedoch alle Pfarreien: Die Pfarrer übernehmen je ein Element des Gottesdienstes in ihrer Kirche, das dann in die Übertragung eingebunden wird. 

Hans-Bernd Köppen, Pfarrer der St.-Lamberti-Pfarrei, gibt Beispiele: „Eine Lesung trägt Pfarrer Jürgen Streuer aus Handorf vor, eine weitere Pfarrer Rudi Gehrmann aus der St.-Mauritz-Kirche. Schulseelsorger Hendrik Drüing predigt aus der Kapelle des Mauritz-Gymnasiums.“ 17 verschiedene Orte werden auf diese Weise eingebunden, auch die Jugendkirche „effata“ ist dabei sowie die Katholische Studierenden- und Hochschulgemeinde. Besonders freut sich Köppen über die Beteiligung der evangelischen Apostelgemeinde. „So gibt es für alle Gläubigen in Münster an diesem besonderen Fest einen Bezug zu ihrer Heimatpfarrei“, verdeutlich Köppen. 

An jedem Ort werden nur zwei Vertreterinnen und Vertreterder Gemeinden in einem Abstand von mindestens zweiMetern anwesend sein, zusätzlich in einigen Fällen ein Kirchenmusiker an der Orgel. „Wir freuen uns, trotz dieser für uns alle nicht leichten Situation mit den Menschen in Münster auf diese neue Art Ostern zu feiern“, betont Pfarrer Köppen. 

Auch die Feier der Karwoche ermöglichen die Innenstadtpfarreien den Gläubigen via Internet. Am Palmsonntag, 5. April, wird um 10 Uhr ein Familiengottesdienst aus der St.-Clemens-Kirche in Münster-Hiltrup übertragen, um 18 Uhr ein Gottesdienst aus der St.-Lamberti-Kirche. Am Gründonnerstag, 9. April, haben alle Gläubigen die Möglichkeit, die Feier mit Bischof Dr. Felix Genn aus dem St.-Paulus-Dom zu verfolgen. Für Karfreitag, 10. April, ist die Übertragung der Liturgie um 15 Uhr aus der St.-Martini-Kirche geplant. Um 18 Uhr gibt es eine Andacht aus der St.-Lamberti-Kirche. Die Kirchengemeinden der Stadt werden an diesem Tag besondere Aktionen und Hilfen zur Gestaltung des Karfreitags im Internet veröffentlichen. Zusätzlich erscheint am Gründonnerstag, herausgegeben von den katholischen Kirchengemeinden, eine Beilage in den Zeitungen zum Thema „Ostern gestalten“. 

Wer die Gottesdienste mitfeiern möchte, findet die Links zu den Plattformen Youtube, Facebook und BibelTV auf den Homepages der Pfarreien, auf www.katholisch-in-muenster.de oder auf www.sanktlamberti.de.

Karfreitag: Gang durch die Kirchen

Am Karfreitag sind von 7 bis 18 Uhr die St.-Lambert-, St.-Servati-, St.-Ludger-, St.-Aegidi- und St.-Martin-Kirche geöffnet. Auch der St.-Paulus-Dom, die Liebfrauen-Überwasser- und Heilig-Kreuz-Kirche sind zu dieser Zeit geöffnet.

In diesem Jahr können wir leider nicht gemeinsamen betend durch die Kirchen der Innenstadt gehen. Wir laden Sie ein, auf den Tag verteilt – alleine oder mit denjenigen, die mit Ihnen zusammen wohnen – zu gehen. Bitte bilden Sie keine Gebetsgruppen und verabreden Sie sich nicht mit weiteren Personen.

„805“ wird mit den Westfälischen Nachrichten verteilt

Ostern fällt nicht aus. Doch wie können Familien, Alleinstehende und Paare, Menschen jeden Alters das höchste Fest der katholischen Kirche zu Hause feiern? Erstmals haben die katholischen Pfarreien im Stadtdekanat Münster ein Magazin erstellt, das Konkretes an die Hand gibt: zum Beispiel das Osterevangelium, Gebetshilfen, einen besonderen Spaziergang durch die Stadt oder Gottesdienstübertragungen im Internet. Es gibt Einblicke darin, warum eine Ordensschwester Expertin für Quarantäne ist und wie eine Großfamilie mit sechs Kindern die Kar- und Ostertage feiert. Das Magazin mit dem Titel „805“ wird am Donnerstag, 9. April, mit den Westfälischen Nachrichten als Beilage verteilt, zudem liegt es in Kirchen und einigen Supermärkten, Apotheken und Bäckereien aus.

Warum die Verantwortlichen dem Magazin den Titel „805“ gegeben haben, erklärt Stadtdechant Jörg Hagemann im Vorwort: „805 begann das christliche Leben hier in Münster mit der Ernennung des heiligen Ludgerus zum ersten Bischof von Münster. Als Christ und als Stadtdechant von Münster glaube ich, dass diese Zahl so etwas sein kann wie ein Hilfsangebot, wie ein Zugangscode.“ Hagemann ermutigt die Menschen im Stadtdekanat, sich auf dieses besondere Osterfest einzulassen: „Trauen Sie sich zu beten, den biblischen Ostertext zu lesen und zu meditieren, zu weinen und zu lachen, allein oder verbunden mit Vielen. Trauen Sie sich, Ostern zu feiern!“

Mit dem gedruckten Magazin als Zeitungsbeilage möchten die katholischen Pfarreien besonders diejenigen ansprechen, die über die digitalen Kanäle nicht erreicht werden. Zusätzlich steht das Magazin im Internet auf der Seite www.805.ms zum Download bereit.

Bischof Genn weiht bei Chrisammesse die liturgischen Öle

Die Verbindung der Christen untereinander und ihren Auftrag in der Welt hat Münsters Bischof Dr. Felix Genn am 6. April in den Mittelpunkt der jährlichen Chrisammesse gestellt. Genn feierte die Messe im St.-Paulus-Dom Münster im Sinne der Eindämmung der Corona-Pandemie ohne Gottesdienstbesucherinnen und -besucher. Viele Gläubige feierten aber per Online-Live-Übertragung des Bistums Münster gedanklich mit.

Bei der Chrisammesse weiht zu Beginn der Karwoche der Bischof die liturgischen Öle für die Spendung der Sakramente. Außerdem erneuern im Rahmen der Chrisammesse für gewöhnlich Bistumspriester und Bischof ihr Weiheversprechen. Dies sowie die anschließende Begegnung des Bischofs mit den Priestern seines Bistum fielen in diesem Jahr aus.

Daran knüpfte der Bischof in seiner Predigt an, indem er sich auf den Gegensatz „ein leerer Dom und gefüllte Gefäße mit Ölen“ bezog. Jedoch: „Im Bewusstsein, dass Sie da sind, füllt sich für mich der Dom“, sagte er zu denjenigen, die die Live-Übertragung verfolgten.

Die vollen Gefäße, die biblischen Tagestexte und die vielen Mitfeiernden „bergen in sich eine Botschaft“, stellte er fest. Zur Spendung der Sakramente würden die geweihten Öle ins Bistum verbreitet werden, „um Menschen in ihrer christlichen Sendung sinnenhaft erleben zu lassen, wozu sie da sind und was ihnen geschenkt ist. Denn Gabe verbindet sich immer mit Aufgabe.“

Aus der Sendung heraus, die sich mit den Ölen verbinde, seien derzeit viele Menschen für andere da. Stellvertretend dankte Genn Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, Engagierten aus Nachbarschaftshilfen sowie Seelsorgerinnen und Seelsorgern. „Wir spüren, dass etwas von diesem Chrisam überfließt auf Menschen, die nicht so sehr mit Glaube und Kirche in Verbindung stehen“, sagte er. Diese Wirkung brauche die Gesandten, die Getauften, die Gefirmten. 

In Anlehnung an ein päpstliches Schreiben sagte der Bischof, dass man in schwierigen Zeiten in Gefahr sei, vor Trauer die Dankbarkeit zu vergessen. Diese Dankbarkeit wolle er zum Ausdruck bringen und zugleich „die Freude, dass zwar der Dom leer ist, dass aber die Sendung gefällt ist durch viele, die weit über diesen Raum hinaus gehen.“ Mit ihnen allen wisse er sich verbunden, die Gott „zu Königen und Priestern gemacht“ habe. „So sind wir verbunden, wir gehören zum Münsteraner Chrisam“, sagte der Bischof, einen Sprachgebrauch seiner Trierischen Heimat aufgreifen, „lassen wir uns durch diesen Gottesdienst in Dankbarkeit stärken, die größer sein kann als alle Traurigkeit, weil der Herr uns gesalbt hat.“ 

Die Weihe der Öle nahm Genn umständehalber allein vor. Normalerweise hätten Dechanten und Definitoren aus verschiedenen Regionen des Bistums die Öle an den Altar gebracht und außerdem mit Genn die Messe zelebriert, um so die Verbundenheit des Bischofs mit den Priestern seines Bistums auszudrücken. Geweiht wurden das Katechumenen-Öl, mit dem Erwachsene gesalbt und so als Taufbewerber zugelassen werden, das Öl für die Krankensalbung sowie das Chrisam für Taufen, Firmungen, Priester- und Bischofsweihen.

Maria-Stiftung unterstützt bedürftige Studierende mit 100.000 Euro

Viele Studierende trifft die Corona-Krise schwer: Ihre Einnahmen durch Nebenjobs fallen weg, Anspruch auf Kurzarbeit haben sie in der Regel nicht. Mit der Verzweiflung vieler Studierenden wird in diesen Tagen auch die Katholische Studierenden- und Hochschulgemeinde (KSHG) in Münster konfrontiert. „Uns erreichen täglich Anrufe von Studierenden, die sich akut in einer finanziellen Notlage befinden“, berichtet Anna Hürten, die als Sozialarbeiterin der KSHG deutsche und internationale Studierende in sozialen Notlagen berät. Jetzt kann die KSHG kurzfristig Abhilfe schaffen: Dank einer Zuweisung der Maria-Stiftung in Höhe von 100.000 Euro können Studierende schnell und unbürokratisch finanziell unterstützt werden.

Die 1892 errichtete Stiftung unterstützt das vom Caritasverband der Stadt Münster betriebene Altenzentrum „Maria-Hötte-Stift“ gegenüber dem Clemenshospital. Eine Nähe zur Zielgruppe der Studierenden gab es jedoch schon immer: Die Stiftung errichtete 1964 das Fürstin-von-Gallitzin-Wohnheim für Studentinnen in der Frauenstraße – derselben Straße, in der die KSHG heute ihren Sitz hat. 1991 übertrug die Maria-Stiftung das Wohnheim dem Bischöflichen Generalvikariat. Weil die Satzung bis heute außerdem die Unterstützung von bedürftigen Studierenden vorsieht, lässt die Stiftung der KSHG für diesen Zweck jährlich 15.000 Euro zukommen.

„Aufgrund der besonderen Umstände und der wachsenden Not unter den Studierenden haben wir uns entschieden, außerplanmäßig zusätzlich 100.000 Euro zur Verfügung zu stellen“, erklärt Christian Meyer vom Vorstand der Maria-Stiftung, der unter anderen auch Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp angehört. Die KSHG habe ein transparentes, unkompliziertes und faires Vergabeverfahren entwickelt, nicht benötigte Mittel würden an die Maria-Stiftung zurückgezahlt. „Es soll allerdings das letzte Mittel für eine finanzielle Hilfe sein“, formuliert Meyer eine Bedingung der Stiftung. Zunächst solle die staatliche Unterstützung ausgeschöpft werden. „Wenn jemand Anrecht auf Bafög hat, soll er Gebrauch davon machen.“

Die KSHG ist dankbar für die „ausgesprochen schnelle und großzügige Unterstützung der Maria-Stiftung. „Schon unter normalen Umständen werden die finanziellen Mittel der KSHG für diesen Zweck jedes Jahr restlos ausgeschöpft“, berichtet Anna Hürten. Situationen wie die aktuelle seien da nicht eingeplant. „Dank der finanziellen Unterstützung können wir weiterhin bedarfsorientiert beraten, ohne jemanden zurücklassen zu müssen“, sagt die Sozialarbeiterin.

Grundlegendes Kriterium für die KSHG ist Bedürftigkeit. „Wir kontrollieren keine Noten oder ähnliches“, versichert Anna Hürten. Mit allen Studierenden, die sich melden, wird ein Termin für eine telefonische Beratung vereinbart. Bis dahin müssen sie der KSHG bestimmte Unterlagen zukommen lassen: eine Kopie des Personal- und des Studierendenausweises, eine Aufstellung der monatlichen Kosten und die Kontoauszüge der vergangenen zwölf Wochen. „Mit dieser Einsicht überzeugen wir uns, dass Studierende nicht von mehreren Stellen gleichzeitig Unterstützung erhalten“, erklärt Anna Hürten. Liegt nach der Beratung der Beschluss für eine finanzielle Unterstützung vor, erhalten die Studierenden zwei Monatsraten in Höhe von jeweils 450 Euro, in Härtefällen von 650 Euro. 

Studierende, die sich in einer finanzieller Notlage befinden, können sich bei der KSHG Münster melden unter Telefon 0251 495 19 000 oder Mail an kshg@bistum-muenster.

Corona: Maßnahmen des Bistums Münster gelten vorerst bis 1. Mai

Da die Bundesregierung und die Länderregierungen erst in der Osterwoche das weitere Vorgehen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus festlegen werden, hat das Bistum Münster derzeit geltende Maßnahmen vorerst bis zum 1. Mai verlängert. Dies hat Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp am 2. April in einer Mail an Mitarbeitende und Kirchengemeinden mitgeteilt. 

Konkret bedeutet dies unter anderem, dass bis dahin keine Gottesdienste und ähnliche Feiern stattfinden dürfen. Auch Erstkommunionfeiern, Firmungen, Taufen und Trauungen sowie sonstige Feste und Veranstaltungen sind zu verschieben. Bei Trauerfeiern, die im Freien stattfinden sollen, sind weiterhin nur höchstens 20 Personen zugelassen, unter Beachtung der nötigen Hygienevorschriften.

Beibehalten wird bis mindestens 1. Mai auch das tägliche Glockenläuten aller Kirchenglocken im Bistum um 19.30 Uhr als Zeichen einer bleibenden Gebetsgemeinschaft. Die Kirchen sollten darüber hinaus nach Möglichkeit weiter zum persönlichen Gebet geöffnet bleiben. Ebenso soll die Seelsorge – im Rahmen der derzeitigen Möglichkeiten – aufrecht erhalten werden. Über besondere Angebote in dieser Zeit informiert das Bistum Münster im Internet unter www.bistum-muenster.de/seelsorge_corona/ .

Winterkamp weist abschließend darauf hin, dass über den 1. Mai hinaus zurzeit keine Aussagen getroffen werden können. Dies betreffe beispielsweise im Sommer geplante Ferienmaßnahmen. Der Generalvikar bittet um Verständnis, dass angesichts der sich täglich ändernden Situation keine längerfristigen Aussagen möglich sind.

Damit aus der Corona-Krise keine Beziehungskrise wird

Zu zweit allein zu Hause, keine Freizeitunternehmungen mit Dritten, keine beruflichen Termine, vielleicht zusätzlich Existenzsorgen oder die Beschäftigung der mit „eingesperrten“ Kinder: Die wegen der Corona-Krise geltenden Einschränkungen können zur Belastungsprobe für Paare werden. Wie Paare gut durch diese Zeit kommen und vielleicht sogar gestärkt daraus hervorgehen können, dazu gibt Andrea Stachon-Groth als Leiterin der Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Bistum Münster Tipps. 

„Ein erster Impuls ist häufig, den Ärger, Frust, schlechte Laune ungefiltert beim Partner rauszulassen“, weiß sie. Auf diese Weise für die eigene Entlastung sorgen zu wollen, sei zwar verständlich, aber „für den Erhalt einer liebevollen, sich gegenseitig unterstützenden Beziehung“ wenig förderlich.

Stattdessen sei es sinnvoll und sorge für emotionale Nähe, über die eigenen Gefühle zu sprechen. Dabei sei aber das „Wie“ entscheidend.

So rät Stachon-Groth, Wünsche statt Vorwürfe zu formulieren. Aus einem „Schon wieder ist die Spülmaschine nicht eingeräumt“ solle besser ein „Ich wünsche mir von dir, dass du dein Geschirr in die Spülmaschine stellst“ werden. Außerdem empfiehlt sie, dem Partner das Gute und Gelingende widerzuspiegeln: „Danke, dass Du für uns Kaffee gekocht hast!“

Achtsamkeit für das Befinden des Partners sei ebenfalls wichtig. Wenn dieser etwa erschöpft aussehe, könne man fragen, ob man etwas für ihn tun könne. Umgekehrt solle man die eigenen Bedürfnisse benennen. „Sagen Sie konkret, was Sie sich von der Partnerin oder dem Partner wünschen, denn diese können Ihnen das nicht von der Stirn ablesen“, sagt Stachon-Groth.

In diesem Sinne dürfe man auch freundlich um Verständnis bitten, wenn man gerade Ruhe brauche und erst später reden wolle. Das sei besser als ein harsches „Lass mich in Ruhe!“

Letztlich sei es entscheidend, im Gespräch zu bleiben. Selbst, wenn man den ganzen Tag miteinander verbracht habe, könne man den Partner nach seinen aktuellen Gefühlen, kleinen und großen Erfolgen und Misserfolgen des Tages, Bedürfnissen und Sorgen fragen. „Bleiben Sie neugierig, offen und interessiert“, rät Andrea Stachon-Groth.

Und schließlich sei bei allem ein liebevoller Umgang miteinander wichtig, sowohl in Gesten als auch in Worten: „Eine Umarmung zwischendurch tut gut, und ein liebevoller Umgangston ist Balsam für die Seele, nicht nur für die des Partners, auch für die eigene, gerade in Stresszeiten“, weiß die Fachfrau.

Auf all das bewusst zu achten, lohnt sich aus ihrer Sicht momentan mehr denn je. Denn: „Eine unterstützende, emotional nahe Beziehung ist derzeit eine der wichtigsten Ressourcen, die wir pflegen und nähren sollten.“

Ökumenisches Osterläuten

Am Ostersonntag, 12. April, sollen in den evangelischen und katholischen Kirchen Nordrhein-Westfalens von 9.30 bis 9.45 Uhr die Glocken läuten. Dazu rufen die drei Landeskirchen und die fünf Bistümer im Bundesland ihre Gemeinden auf.

Das ökumenische Geläut soll gerade in Zeiten der Corona-Krise die österliche Freude über den Sieg des Lebens zum Ausdruck bringen. Nachdem keine regulären Gottesdienste möglich sind, ist dieses gemeinsame Zeichen am höchsten christlichen Fest umso wichtiger. Deshalb ergeht der Aufruf in der Evangelischen Kirche von Westfalen, der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Lippischen Landeskirche ebenso wie im Erzbistum Paderborn, im Erzbistum Köln und in den Bistümern Münster, Essen und Aachen. Insgesamt gehören dazu rund zwölf Millionen katholische und evangelische Christen.