Weihnachten in der KSHG

Die Katholische Studierenden- und Hochschulgemeinde (KSHG) lädt am Heiligen Abend zu ihren Gottesdiensten um 16 und um 18 Uhr in der St.-Petri-Kirche bei Kerzenschein ein. Zudem feiert die Gemeinde am 1. und am 2. Weihnachtstag einen Gottesdienst um 11 Uhr in der Petri-Kirche. Eine Anmeldung über die Internetseite der KSHG ist erforderlich.

KSHG lädt zur digitalen Lesung mit Hanna Buiting ein

Theresa Sothmann von der KSHG, Autorin Hanna Buiting und Pastoralreferent Daniel Gewand (von links) laden am 18. Dezember zur digitalen Adventslesung ein. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe

Gemeinsam laden das Projekt frei.raum.coesfeld und die Katholische Studierenden- und Hochschulgemeinde Münster (KSHG) mit dem Flügge Netzwerk zu einer besonderen Adventslesung ein. Am Freitag, 18. Dezember, um 20.30 Uhr veranstalten die drei Kooperationspartner, die vor allem junge Erwachsene im Blick haben, eine Adventslesung mit Hanna Buiting. „Wir haben uns gefragt, was zum Advent gehört und was davon digital möglich ist“, erklärt Pastoralreferent Daniel Gewand von frei.raum.coesfeld. Gemeinsam mit Theresa Sothmann, Referentin für Kultur und Events bei der KSHG, kam er auf die Idee einer Lesung. „In die Adventszeit gehört es auch, Geschichten zu lauschen. Da wir sowohl jungen Erwachsenen als auch Kulturschaffenden etwas Gutes tun möchten, passt das sehr gut zusammen“, freut sich Sothmann über die Kooperation. Zumal eine digitale Veranstaltung nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist.

Schnell fanden die Organisatoren auch die geeignete Autorin: Hanna Buiting. „Ich freue mich, dass ich meine Geschichten ins Leben der jungen Erwachsenen bringen kann“, sagt die 28-Jährige, die in Essen aufgewachsen ist und in Berlin lebt. In ihren Texten gehe es um die Gleichzeitigkeit des Seins. „Ich schreibe über die schönen Seiten des Lebens, ohne aber die dunklen Momente auszuschalten“, charakterisiert sie ihre Geschichten, in denen sich ihre christliche Lebenshaltung wiederspiegelt. Fünf Bücher hat die freie Autorin inzwischen veröffentlicht. Zudem leitet sie Schreibseminare und bietet Schreibexerzitien an. „Ich bin schon gespannt. Eine digitale Lesung ist für mich eine Premiere“, gibt Buiting zu.

„Mit Hanna Buiting haben wir eine tolle Autorin besonders für junge Erwachsene und Studierende gefunden“, ist sich Gewand sicher, der bereits an Schreibexerzitien teilgenommen hat und für Januar gemeinsam mit der Autorin eine ähnliche Veranstaltung im Projekt frei.raum.coesfeld plant. Auch Sothmann ist überzeugt, dass das Programm bei den jungen Menschen gut ankommt. „Viele Veranstaltungen mussten wir leider absagen. Aber eine Lesung ist gut über den Stream oder einen Videochat möglich. Das kann den Teilnehmenden in dieser schwierigen Zeit gut tun“, sagt die Referentin. Musikalisch wird Matthias Schmidt den Abend am Klavier gestalten. 

Der Stream auf Facebook und die Online-Teilnahme über Zoom sind kostenlos. „Aber wer möchte, kann nach dem Motto ‚Give what you want‘ Geld spenden. Der Erlös kommt dem ‚Sozialfond für Studierende in Notsituationen‘ zugute. Viele wissen nicht mehr, wie sie wegen der Corona-Pandemie überhaupt noch ihre Existenz sichern können“, erklärt Sothmann.

Den Link zur Veranstaltung veröffentlichen die Organisatoren zwei Tage vor der Adventslesung auf ihren Internet- und Facebookseiten.

EFL-Beratungsstelle erweitert Angebot um Weihnachten

Die Klientinnen und Klienten der EFL Münster erhalten vom Beraterteam eine Weihnachtstüte. (Foto: EFL Münster)

Weihnachten wird anders. Das merken die Beraterinnen und Berater der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) des Bistums in der Beratungsstelle in Münster bereits im Vorfeld der Feiertage. „Für einige werden es sicherlich trotz allem die schönsten Tage des Jahres, für manche aber eben auch die schwersten“, sieht Leiterin Ursula Demmel vorhandenen Beratungsbedarf. Die EFL erweitert deshalb ihr Beratungsangebot rund um die Weihnachtsfeiertage mit einer offenen Telefonsprechstunde.

„Es kann andere, neue Fragen und Unsicherheiten geben als in den Vorjahren“, ist Ursula Demmel überzeugt. Sie und ihr Team möchten die Menschen bei möglichen Problemen fachlich unterstützen. Die Beratungsstelle in Münster ist unter der Telefonnummer 0251 135330 zu den folgenden Zeiten erreichbar: am 21., 22. und 23. Dezember sowie am 28., 29. und 30. Dezember jeweils von 10 bis 16 Uhr.

Für die Wochen bis zum Weihnachtsfest hat sich das EFL-Team außerdem etwas überlegt: „In Anerkennung für das herausfordernde Jahr 2020 erhalten unsere Klientinnen und Klienten eine Weihnachtstüte von uns“, verrät Ursula Demmel. Darin enthalten sind unter anderem die wichtigsten Telefonnummern und Infos zu den Sprechzeiten der EFL, ein Impulstext, Anleitungen für Übungen, um die eigenen Ressourcen zu mobilisieren, und eine „Süßigkeit für die Seele“. „Wer selbst keine Verwendung dafür hat, kann sie auch gerne an einen lieben Menschen weiterverschenken“, sagt die Leiterin. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ehefamilieleben.de.

Weihnachtsgottesdienste im Süden

aber sicher! St. Joseph, Heilig Geist und St. Gottfried feiern

Die fünf Kirchen-Gemeinden in der Pfarrei St. Joseph Münster-Süd planen wie viele andere auch ein frohes, aber corona-verantwortetes Weihnachtsfest.

Vieles kann in den Kirchen unserer Pfarrei so werden, wie wir es geplant haben, Manches muss nun im strengen Lockdown noch einmal anders werden. Die angekündigten Weihnachtsmessen können alle stattfinden, alle Anmeldungen gelten und können berücksichtigt werden.

Seien Sie bitte rechtzeitig vor den Gottesdiensten in der Kirche! So können Sie sich stressfrei (zur Rückverfolgung) am Eingang registrieren lassen und erfahren in den anmelde­pflichtigen Gottesdiensten ihren persönlichen Platz.

Alle halten die Einbahnregeln und den Mindestabstand von 1,50 Meter ein.

Alle tragen durchgehend einen Mund-Nasen-Schutz (Ausnahme: liturgische Dienste in Aktion).

Wir verzichten generell auf Gemeindegesang.

Am Heiligen Abend gibt es nun leider keine Outdoor-Krippenfeiern vor St. Joseph und St. Gottfried – wir könnten dabei die dringend gebotenen Abstandsregeln nicht garantieren.

Dafür gibt es Krippeninstallationen für Groß und Klein am Heiligen Abend von 14 bis 17 Uhr vor St. Joseph, ab dem Heiligen Abend 14 Uhr (und in der ganzen Weihnachtszeit) vor St. Gottfried, ab dem Heiligen Abend 14 Uhr (und in der ganzen Weihnachtszeit) als Krippenweg in Heilig Geist.

Unsere Kirchen sind an allen Tagen zum Gebet und zum Besuch der Krippen geöffnet: Hier finden Sie zum Mitnehmen auch das „Licht von Betlehem“ und den Segenswunsch der Sternsinger, und Sie können auch gerne Ihre Spende für die Sternsinger deponieren.

Cityadvent in „smarter Version“ noch bis Sonntag, 20. Dezember

Eine Kerzeninstallation lädt in der Überwasserkirche zum Gedenken an einen geliebten Menschen ein. Foto: Markus Kortewille

Die katholische Überwasserkirche, die evangelische Apostelkirche und das Kirchenfoyer laden in diesen Tagen auf Abstand zum Verweilen und Beten ein. Noch bis Sonntag, 20. Dezember, finden Besucherinnen und Besucher beim Cityadvent in „smarter Version“ an diesen drei Orten Stille und Besinnung.

„Täglich werden in der Überwasserkirche auf der dafür vorgesehenen Fläche Kerzen entzündet“, berichtet Markus Kortewille, ehrenamtlicher Projektkoordinator. Dort gibt es die Möglichkeit, den Opfern der Pandemie zu gedenken oder für einen geliebten Menschen zu beten. „Die Menschen haben ein Bedürfnis danach, besonders in diesen unsicheren Zeiten“, sagt Kortewille. Das merkt er auch an den Rückmeldungen, die ihn teilweise auf schriftlichem Weg erreichen: „Die Kombination aus Musik und Kunst in der Überwasserkirche ist ein wirklich schönes Beispiel für Besinnung, auch in diesen doch so merkwürdigen Zeiten“, bedankt sich beispielsweise ein Besucher für die Möglichkeit des Innehaltens.

Der Reinerlös des Kerzenverkaufs kommt in diesem Jahr der Schoberstiftung für christliche Hospizarbeit zu Gute. Bis Sonntag, 20. Dezember, findet der Cityadvent in „smarter Version“ täglich von 11 bis 18 Uhr in der Überwasserkirche statt. Weitere Installationen gibt es in der Apostelkirche und im Kirchenfoyer.

Mit Playlist und Sternstunden das Warten auf Weihnachten gestalten

In der Jugendkirche symbolisieren vier aufgebaute Haltestellen das Warten auf Weihnachten. Foto: Eva Brambrink

Zu adventlichen Angeboten, die online und offline stattfinden, lädt die Jugendkirche Münster in diesen Tagen ein. Im Kirchenraum an der Neubrückenstraße symbolisieren vier aufgebaute Haltestellen das Warten auf Weihnachten. Zudem gibt es vier Stationen, an denen die Besucherinnen und Besucher täglich von 9.30 bis 18.30 Uhr die „Wartezeit“ überbrücken können.

„Alle Stationen sind zusammen mit unseren Ehrenamtlichen entstanden“, erklärt Eva Brambrink, pastorale Mitarbeiterin in der Jugendkirche. „Das Ziel der Jugendlichen ist in diesem Advent, zur Ruhe zu kommen, etwas für sich zu tun und vor allem nicht nur das Negative zu sehen, sondern auch über Sternstunden nachzudenken.“ Ihre ganz persönlichen Sternstunden können sie an einer Station aufschreiben und in Form von Sternen an eine Wand kleben. Kreativ werden darf man auch an einer weiteren Station: Hier können Weihnachtskugeln gestaltet werden. Sie schmücken an Weihnachten einen modernen Weihnachtsbaum in der Jugendkirche. Zudem sind die Besucher eingeladen, eine Playlist mit ihren Lieblingsweihnachtsliedern zu erstellen und sich an der vierten Station mithilfe von Impulskarten über Fragen rund um Advent und Weihnachten auszutauschen.

Doch nicht nur vor Ort, auch „online“ gestalten Ehrenamtliche das Warten auf Weihnachten. Nils Henning hatte die Idee einer digitalen Adventsgeschichte auf dem Instagram-Kanal der Jugendkirche: „Jeden Tag schreibt ein Jugendlicher die Adventsgeschichte weiter. Man hat 24 Stunden Zeit, seinen Abschnitt zu schreiben, bevor er gepostet wird“, erklärt der Ehrenamtliche. Der Vorteil für ihn und die Follower der Jugendkirche: „Man bekommt besonders in diesem Advent so viele digitale Impulse. Hier können wir aktiv etwas mitgestalten und uns beteiligen.“ Die Adventsgeschichte kann auf Instagram unter @jugendkirche.muenster verfolgt werden.

Innenstadtgemeinden feiern Weihnachten

Den Weihnachtsgottesdienst in Gemeinschaft und zugleich coronakonform feiern, das möchten die katholischen Innenstadtpfarreien in Münster den Gläubigen ermöglichen. Deshalb haben die Verantwortlichen des St.-Paulus-Doms sowie der PfarreienSt. Lamberti und Liebfrauen-Überwasser ein deutlich erweitertes Gottesdienstangebot für Weihnachten auf die Beine gestellt. Für die Teilnahme an den zentralen in den beteiligten Kirchen stattfindenden Gottesdiensten ist eine Anmeldung im Internet erforderlich.

Die Termine für die Gottesdienste finden sich auf den Internetseiten der beteiligten Gemeinden unter www.paulusdom.de, www.sanktlamberti.de und www.liebfrauen-muenster.de . Hier gibt es auch Anmeldemöglichkeiten sowie Informationen über in den Gottesdiensten zu beachtenden Corona-Regelungen und darüber, welche Gottesdienste schon ausgebucht sind und wo es noch freie Plätze gibt. Außerdem finden sich Hinweise zu Gottesdienstübertragungen im Internet.

Hilfe für Menschen in Quarantäne

Telefon-Hotline der Wohlfahrtsverbände bittet um Unterstützung

Seit Mitte 2020 ist im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie die Telefon-Hotline der Wohlfahrtsverbände in Kooperation mit dem Sozialamt der Stadt Münster geschaltet. Dort werden überwiegend Einkaufshilfen aber auch weitere Erledigungen und Besorgungen vermittelt. Durch die zunehmende Zahl infizierter Personen und an Menschen, die sich in Quarantäne befinden, benötigen die Initiatoren weiterhin Unterstützung, informiert die Caritas in einer Pressemitteilung.

Interessierte, die sich ehrenamtlich in diesen Zeiten engagieren möchten und sich vorstellen können, Einkäufe und andere kleinere Besorgungen für Menschen in Quarantäne zu erledigen, können sich an Laura Karisch, Telefon 0151-40746083 oder per Mail laura.karisch@caritas-ms.de wenden. Voraussetzung für das Engagement ist, dass die Helfer nicht zur Covid-19-Risiko-Gruppe gehören und natürlich Symptomfreiheit.

Falls in der Nachbarschaft, im Verein, Kirchengemeinde oder einer ähnlichen Gruppe bereits Unterstützung angeboten wird, bittet die Caritas sich bei Theresa Neunes, Telefon 0160-90640819 oder per Mail theresa.neunes@caritas-ms.de zu melden.

In den vergangenen Monaten konnten zahlreiche Einkäufe durch ehrenamtliches Engagement für Menschen in Quarantäne, Risikopatienten aber auch positiv auf das Corona-Virus getestete Personen erledigt werden. „Gemeinsam sind wir stark. Herzlichen Dank an alle, die sich für Ihre Mitbürger engagiert und diese herausfordernde Zeit solidarisch gestaltet haben“, sagt Caritas-Mitarbeiterin Theresa Neunes.

„Ferienfreizeit im Eimer!?“ – Spaß, Spannung und Gemeinschaft trotz Corona

Was gehört zu einer Ferienfreizeit dazu? Singen am Lagerfeuer, gemeinsam Gottesdienst feiern und die obligatorische Gute-Nacht-Geschichte gehören sicherlich dazu. Und wenn auch durch die Corona-Pandemie Vieles in diesem Jahr anders ist, weil Ferienfreizeiten abgesagt sind, so bietet das Alternativprogramm „Ferienfreizeit im Eimer!?“ der Regionalbüros des Bistums Münster genau diese drei Programmpunkte auch virtuell an. Zudem gibt es nach vorheriger Anmeldung eine Leiterlounge.

Zu sehen sind alle digitalen und kostenlosen Angebote jeweils auf dem YouTube-Kanal, die Gottesdienste und das Singen am Lagerfeuer zusätzlich auch auf dem Facebook-Account  und der Website des Bistums.
Die Gottesdienste finden jeden Donnerstag in den NRW-Sommerferien als Live-Stream ab 19 Uhr statt. Los geht es am 2. Juli mit Hanno Rother aus Recklinghausen, gefolgt von Vanessa Drzymalla aus Bocholt (9. Juli), Karsten Weidisch aus Münster (16. Juli), Ralf Meyer aus Schillig oder von der Jugendburg Gemen (23. Juli), Christoph Hendrix aus Damme (30. Juli) und Barbara Kockmann aus Dülmen (6. August).
Jeweils dienstags lädt Daniel Frinken aus der Jugendabteilung des Bischöflichen Generalvikariats ab 19 Uhr mit seiner Band „Zucker mit Hut“ ein, gemeinsam am Lagerfeuer zu singen. 
Der Gute-Nacht-Geschichte – das Gespenst von Canterville von Oscar Wilde –  gelesen von Christoph Tiemann vom Theater ex libris aus Münster, können alle, die Lust darauf haben in sieben Kapiteln à 15 Minuten lauschen. 
In der Leiterlounge, die immer mittwochs stattfindet, haben alle die, die die Ferienfreizeit alternativ in diesem Jahr auf die Beine stellen, die Möglichkeit, sich auszutauschen und von den spannenden Erfahrungen aus dem ganzen Bistum zu hören und zu lernen. Für die Lounge ist eine Anmeldung erforderlich unter jugend@bistum-muenster.de.

Alle Infos rund um das Programm „Ferienfreizeit im Eimer!?“ gibt es im unter Ferienfreizeit im Eimer!? –  Alternatives Ferienprogramm für Zuhause​.

Pfarrei St. Lamberti in Münster stellt „Corona-Box” auf den Kirchplatz

Haben die Corona-Box konzipiert und gestaltet: (von links) Stephan Orth (pastoraler Mitarbeiter), Ursel Schwanekamp (Pastoralreferentin), Amelie Hirsch, Marie Schubert und Andrea Bailoni.

Von außen ähnelt sie einer Telefonzelle, von innen einem Badezimmer. Mitten auf dem Kirchplatz vor der St.-Lamberti-Kirche haben Passanten und Touristen in den kommenden Wochen die Möglichkeit, über ihren eigenen Umgang mit der Corona-Krise nachzudenken. „Inmitten des Trubels der Stadt möchten wir die Menschen im Sommer dazu einladen, kurz innezuhalten, einen Blick zurück und nach vorne zu werfen“, kündigt Andrea Bailoni an. Der pastorale Mitarbeiter der Pfarrei St. Lamberti und ein Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen haben in den vergangenen Wochen eine begehbare „Corona-Box“, so der Arbeitstitel, entworfen. „Die Idee hatte Pfarrer Hans-Bernd Köppen, geplant und umgesetzt haben wir sie dann mit dem Pastoralteam und einigen Ehrenamtlichen.“

Die ein Quadratmeter große und rund zwei Meter hohe Box hat Bailoni zusammen mit der Studentin Amelie Hirsch entworfen. Sie studiert Bildhauerei im öffentlichen Raum an der Kunstakademie Münster, Klasse Löbbert, und hat tagelang an der Holzkonstruktion gebaut. „Es ist ein Konstrukt aus Holz und Plexiglas, damit die Box auch hell und einladend wirkt“, erklärt Amelie Hirsch. Ergänzt wird das Ganze durch eine Montage, die die Künstlerin und Studentin Marie Schubert für die Außenseite gestaltet hat.

Wer die Box betritt, steht vor einem Waschbecken – eine Attrappe. „Damit soll schon der erste Bezug zur Corona-Krise im Sinne von Hygiene hergestellt werden“, erklärt Bailoni. Herzstück aber sei der „Spiegel-Ersatz“ über dem Waschbecken in Form eines Monitors. Über den wird der Nutzer mit drei Fragen konfrontiert: „Was ist dir in der Corona-Zeit besonders schwer gefallen?“, „Wie erlebst Du diese Zeit aktuell?“ und „Welche Erfahrung aus dieser Zeit bleibt für dich besonders wertvoll?“ Über eine Videokamera sieht sich der Nutzer selbst auf dem Bildschirm – oder im übertragenen Sinne im Spiegel. In jeweils 60 Sekunden bekommt er die Möglichkeit, auf die Fragen zu antworten. Möchte er eine überspringen, kann er direkt zur nächsten Frage weiterklicken.

Hat derjenige zu Beginn eine Datenschutzerklärung unterschrieben, gibt er der Pfarrei die Möglichkeit, die Videos auf ihren Social-Media-Kanälen zu veröffentlichen und auf diesem Wege andere Menschen zu ermutigen, sich mit der Corona-Zeit auseinandersetzen. Zudem kann er sich seine Videos an die eigene Mailadresse schicken lassen. „Wer das nicht möchte, kann sicher sein, dass die Videos unmittelbar danach gelöscht werden“, versichert Bailoni.

Bewusst hat er die drei Fragen so formuliert, dass sie einen Blick in die Vergangenheit, in die Gegenwart und in die Zukunft werfen. „Die zurückliegende Zeit war für uns alle eine Ausnahmesituation, egal, in welcher Form und wie stark jeder Einzelne davon betroffen war“, erklärt der pastorale Mitarbeiter. „Wir als katholische Kirche möchten einen Raum eröffnen, diese Zeit bewusst zu reflektieren.“ Gleichzeitig sei die Aktion ein Ausdruck von Nähe: „So lange konnten wir den Menschen physisch nicht nahe sein, weil öffentliche Gottesdienste nicht stattfinden durften. Jetzt gehen wir raus auf die Straße, in die Stadt, öffnen mit der Box eine Tür, die Vieles ermöglicht.“ Die „Corona-Box“ steht in Verbindung mit der Sommerlounge, bei der die Pfarrei St. Lamberti bei gutem Wetter Sitzmöglichkeiten auf dem Kirchplatz zur Verfügung stellt. „An diesen Tagen steht dann auch die Box von 10 bis 19 Uhr auf dem Kirchplatz“, sagt Bailoni. Ein Haupt- oder Ehrenamtlicher wird in dieser Zeit präsent und ansprechbar sein.

Haben die Corona-Box konzipiert und gestaltet: (von links) Stephan Orth (pastoraler Mitarbeiter), Ursel Schwanekamp (Pastoralreferentin), Amelie Hirsch, Marie Schubert und Andrea Bailoni. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann